Psychologie und Glück

Psychologie und Glück
Psychologie und Glück
Bei Psychologie und Glück handelt es sich bei dieser Wissenschaft und diesem Forschungsthema überhaupt um ein potenziell harmonierendes Pärchen? Betrachtet man Untersuchungen über die Forschungsthemen und die Artikelzahlen zu negativen Emotionen wie Ängsten und Depressionen, kann man schon einmal auf eine gegenteilige Idee kommen.

In etwas mehr als 100 Jahren (von 1887 bis 1999) kamen schließlich gut 170.000 ‚Negativbeiträge ‘ zusammen, während es nur circa 12.000 ‚positive‘ Artikel waren. Doch die Zeiten ändern sich und mit einem (wieder) zunehmenden Bewusstsein dafür, wie wichtig und interessant Zufriedenheit, Glück und viele ähnlich geartete Emotionen sind, gewinnt die positive Psychologie immer mehr Rückenwind.

Wo kommt die positive Psychologie her?

Der Ansatz, sich mit Aspekten wie Tugend, Sinnhaftigkeit und Glück zu befassen, reicht bis in die Antike zu Aristoteles zurück. Und auch im Humanismus standen das Streben nach Selbstbestimmung bei gleichzeitiger Sozialität, nach dem Sinn des Lebens und nach einer positiven Selbstentwicklung im Interesse der zeitgenössischen Philosophie. Dennoch sollten die positive Psychologie und die philosophische Strömung des Humanismus‘ nicht komplett miteinander gleichgesetzt werden.

Schließlich handelt es sich bei Ersterer um eine empirische Wissenschaft, die mithilfe von qualitativen sowie quantitativen Sozialforschungsmethoden wie Befragungen oder Beobachtungen arbeitet.
In diesem Zuge sind insbesondere die Untersuchungen Martin Seligmans nennenswert, der als Präsident der American Psychological Association gegen Ende des 21. Jahrhunderts den psychologischen Untersuchungsfokus verstärkt weg von negativen Gefühlen und hin zu den Glücksempfindungen lenken wollte.

Sein Ziel dabei: Menschen zu helfen, glücklicher zu werden. Auch und vor allem durch die Erkenntnis, dass Optimismus und Glück trainierbar sind. Psychologie und Glück liegen ganz dicht zusammen.

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Was sind Untersuchungsgegenstände der positiven Psychologie?

Nachdem sich gezeigt hat, dass immer mehr Menschen in den Industriestaaten im Hinblick auf ihre Finanzen, Gesundheit und Sicherheit immer besser versorgt. Dies jedoch mit dem Glück, besser gesagt mit glücklich sein zu tun hat. Hat sich die Forschung verstärkt der Frage angenommen, was sich gegen Depressionen und Co. tun lässt.

Das relevanteste Untersuchungsergebnis: Ein häufiges Glücksempfinden hilft am besten! Tatsächlich scheinen glücklichere Menschen gesünder zu leben, erfolgreicher im Beruf zu sein und in ihrem sozialen Umfeld mit mehr Power und Empathie zu punkten.
Dies liege laut den Forschungsergebnissen von Paul T. Costa und Robert R. McCrae an der Glückspersönlichkeit – also an den Charaktereigenschaften, die sich glücksfördernd auswirken würden. Dazu zählen unter anderem:

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  • Dankbarkeit.

Gleichzeitig all diese Charakterzüge nicht einfach vom Himmel, sondern sind oftmals das Ergebnis von konsequenter Arbeit. Wie ein solches Glückstraining aussehen kann, probierte unter anderem Martin Seligman mit zwölf klinisch depressiven Patient*iennen aus: Er ließ sie für 14 Sitzungen täglich drei angenehme Erlebnisse notieren, die an dem jeweiligen Tag zustande gekommen waren.

Außerdem setzte er für sie bewusst individuell-schöne, aber stressfreie Tätigkeiten an. Offenbar mit Erfolg, denn die Patient*innengruppe fühlte sich hinterher deutlich besser als die Kontrollgruppe, in deren Sitzungsgesprächen es nur um explizit negative Gefühle ging.

Was passiert, wenn wir im Flow sind

Daraus, aber auch schon aus den Untersuchungen Mihaly Csikszentmihalyis von Mitte der 1970er Jahre, ergab sich, dass der ‚Flow‘ den Menschen ein so intensives Glücksgefühl bescherte. Während des Flows vergesse man nämlich sich selbst und die Umwelt und gehe ganz in seinem Tun auf. Grundvoraussetzung dafür sei allerdings, dass überdurchschnittliche hohe Kompetenzen auf ebensolche Herausforderungen träfen.

Somit heißt es also, sich für sein potenzielles Glück aus der Komfort- und Apathie-Zone heraus zu begeben. Etwas Neues zu tun, aus der Komfort Zone raus zu kommen. Dies erweitert unser Horizon, bringt uns auf neue Ideen, macht uns sicherer, schützt uns vor Angst. Durch Training des Hirns und noch Vieles mehr. Es hat sehr viel Positives, wenn man daran denkt, dass neue Wege, Ziele erreicht sind, Probleme ihre Lösungen finden.

Wie empfehlen auch das Artikel: Psychiatrie und Glück zu lesen.

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