Sex in Zeiten von Corona

Sex in Zeiten von Corona
Sex in Zeiten von Corona
Die Corona-Pandemie scheint zwar dank ausreichend verfügbarer Impfstoffe immer besser beherrschbar zu werden. Wann wir sie aber überwunden haben, kann aktuell (im September 2021) noch niemand sagen. Zu oft wurden wir von dem Corona-Virus inzwischen überrascht, leider aber nicht im positiven Sinn.

Wie steht es eigentlich um Liebe, Erotik und Sex in Zeiten von Corona = COVID-19? Wenn über die Sicherung von Arbeitsplätzen, Homeschooling und Homeoffice, über Inzidenzwerte und Urlaubs-Risikogebiete diskutiert wird, drängt man diese Themen schnell in den Hintergrund. Doch es gibt viele gute Gründe, sie etwas näher zu beleuchten.

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Erkenntnis 1

Laut Umfragen haben 20% der zusammenlebenden Paare seit Beginn der Pandemie mehr Sex in Zeiten von Corona, 30 % weniger. Dieses Bild ergibt sich einerseits aus den Erkenntnissen einer Umfrage, die für den Erotiktoy-Hersteller We-Vibe durchgeführt wurde. Auch die Wiener Siegmund-Freud-Universität hat in diesem Zusammenhang Daten gesammelt. Das Bild ist auch in Corona-Zeiten so differenziert wie die Gesellschaft.

Eine Forschungsgruppe der Hochschule Merseburg hat sich nicht nur die Sexualität von zusammenlebenden Paaren angeschaut, sondern auch die Situation von Singles näher beleuchtet.

Die positivste Einschätzung der eigenen Sexualität kam von Frauen, die in einer glücklichen Beziehung leben. Besonders während des Lockdowns hatte diese Gruppe im Durchschnitt deutlich mehr Sex: Wo zuvor rund viermal pro Monat Zeit für das Liebesleben blieb, waren es nun sechseinhalbmal.

Sex in Zeiten von Corona bedeutet es nicht ganz, dass die Damen mit dem Partner oder der Partnerin Sex haben. Aus den eingangs erwähnten Umfragen geht hervor, dass mehr als die Hälfte der Befragten seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Lust auf Selbstbefriedigung verspürt.

Daraus lässt sich allerdings nicht automatisch auf die Sexualität der Singles schließen. Singles haben, bedingt durch die schwierige Situation und die geringere Zahl an physischen Kontakten, weniger Sex als vorher. Auch die psychische Stabilität vieler Singles leidet durch die Pandemie stark.

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Erkenntnis 2

Sex und Streit in Zeiten von Corona haben sich geändert. Mehr Streit durch Corona? Die Hälfte der Paare bestätigt dies – aber die Leute trennen sich statistisch gesehen nicht häufiger. Paare und Familien sind, insbesondere in Zeiten des Lockdowns, deutlich enger miteinander verbunden. Was im ersten Moment nach Romantik und Candlelight-Dinner oder lustigen Mensch-ärgere-dich-nicht-Abenden klingt, hat allerdings gewaltige Sprengkraft.

Gerade dann, wenn der gemeinsame Wohnraum nur begrenzt und das Wetter schlecht ist, sind Konflikte vorprogrammiert. Während man selbst eine Skype-Konferenz mit den Kollegen oder mit Kunden abhalten will, wird im Nebenraum mit dem Staubsauger hantiert, der Hund bellt, die Tochter flucht über die Matheaufgabe und der Sohn testet den Sound seiner neuen Surround-Boxen mithilfe von aggressiver Hiphop-Musik.

Und selbst wenn dieses Szenario nicht zutrifft, man sich aber als Paar auch tagsüber eine 3-Zimmer-Wohnung teilen muss, sind Konflikte fast vorprogrammiert. Die Gründe für die Erkenntnisse der Siegmund-Freud-Universität liegen auf der Hand: Zuvor gingen die meisten Paare für viele Stunden des Tages ihrer eigenen Wege, sodass sich viele Streitthemen einfach nicht ergaben.

Nun lernt man einige Marotten der Partnerin oder des Partners vollkommen neu kennen und muss erst einmal den Umgang damit lernen. Positiv ist in diesem Zusammenhang immerhin zu vermerken, dass sich die Paare deshalb nicht schneller trennen und gemeinsam an den neuen Aufgaben wachsen. 45% aller Befragten blicken sogar besonders optimistisch in die Zukunft ihrer Beziehung.

Erkenntnis 3

Corona sorgt für Stress. Und Stress macht lustlos. Auch in dieser Hinsicht wurden dazu mehrere Studien durchgeführt. Durch die Meditations-App Headspace unter anderem im Oktober 2020. Hier lassen sich beispielsweise zahlreiche Ursachen anführen. Diese sind die Angst vor einer eigenen Erkrankung oder Erkrankungen in der Familie über die Angst um den Arbeitsplatz und den unsicheren Ausblick in die Zukunft bis hin zum Lagerkoller reichen.

Auch wenn die Möglichkeiten für Erotik und Sex prinzipiell sogar eher gegeben sind also zuvor (vor allem private Termine vom Sportverein bis hin zum Theaterbesuch fallen oft komplett weg), ist dies noch kein Automatismus für ein erotisches Feuerwerk. Oft fehlt der Aufhänger, um erotische Erlebnisse einzuläuten, durch die sich die Lust sogar noch steigern ließe. Daher ist es ratsam, den Tag weiterhin zu strukturieren. Dabei sollte auch ausreichend Zeit für Erotik, Sex und Zärtlichkeit bleiben.

 

Erkenntnis 4

Immer mehr Menschen nehmen sich Zeit für sich selbst und persönliche Anliegen. Dies gilt auch, aber nicht nur für Singles. Seit dem ersten Corona-Lockdown erfreuen sich Dinge, die man alleine tun kann, besonders großer Beliebtheit. Ob Hometrainer, Jogging-Utensilien, Bücher, Küchengeräte oder Sextoys: Die Dinge, mit denen man sich selbst etwas Gutes tun kann, werden deutlich häufiger verkauft als zuvor. Die erotische Komponente kann man hierbei besonders hervorheben.

Wer die Mittagspause in den eigenen vier Wänden verbringt, nutzt sie natürlich anders, als es in der Firma mit den Kollegen der Fall wäre. Jetzt ist sogar eine Gelegenheit für lustvolle Momente, wie sie sich vorher einfach nicht ergeben haben. Ob man diese alleine oder mit dem Partner beziehungsweise der Partnerin erlebt, ist natürlich von der individuellen Situation abhängig.

Erkenntnis 5

Selbstbefriedigung war noch nie so spannend wie heute. Wie bereits beschrieben, haben es Singles in der Corona-Pandemie nicht leicht. Insbesondere in erotischer Hinsicht. Nicht wenige machen aber das Beste aus der Situation und erfreuen sich an allem, was die Sextoy-Hersteller zu bieten haben. Der bereits erwähnte Sextoy-Produzent We-Vibe spricht selbst von deutlich gesteigerten Verkaufszahlen, ähnliches berichtet auch der Bielefelder Sexspielzeug-Versand Eis.de.

Singles haben so die Möglichkeit, ihren Solo-Sex weiterhin in Schwung zu halten und vielleicht auch manche Dinge neu kennenzulernen. Auch Pornos, Erotik-Cams und Sexchats bieten Möglichkeiten, sich sexuell weiterhin fantasievoll auszuleben.

Innerhalb der Paarbeziehung bekommt die Selbstbefriedigung einen neuen Stellenwert. Erstens ist es nicht gesagt, dass beide Partner immer zur gleichen Zeit Lust auf Sex haben – selbst, wenn sich beide gleichzeitig in der Wohnung aufhalten.

Und zweitens bietet der Solo-Sex die Option, einfach etwas Schwung und Abwechslung in die Beziehung zu bringen. Ob man sich gegenseitig dabei zuschaut oder es wirklich ein reiner Einzelspaß ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Genau wird dies in den besagten Umfragen nicht aufgeschlüsselt.

Erkenntnis 6

Neue Herausforderungen fördern neue Ideen. Nicht nur in Bezug auf Toys für die Selbstbefriedigung verzeichnet die Sexspielzeug-Industrie stark gewachsene Absatzzahlen. Auch Sextoys, die bei Paaren mehr Abwechslung ins Schlafzimmer bringen, sind so beliebt wie nie zuvor.

Dies liegt natürlich einerseits an den immer vielfältigeren Möglichkeiten, Sexspielzeug einzukaufen: Der schmuddelige Laden in der Bahnhofstraße gehört der Vergangenheit an. Heute kauft man Sextoys ganz bequem über das Internet und nimmt ein paar Tage Wartezeit gerne in Kauf. Oftmals sind auch die Preise deutlich geringer als im Sexshop vor Ort.

Darüber hinaus investieren viele Paare gerne etwas Geld, um ihr Sexleben zu verbessern. Dies gilt insbesondere für jene, die vor der Pandemie gerne im erotischen Varieté, im Swingerclub oder auf der Erotik-Party unterwegs waren. Zwar ist die aktuelle Situation von niemandem selbstgewählt. Paare, die der Erotik und der Sexualität positiv gegenüberstehen, wissen ihr Liebesleben aber neu zu kanalisieren.

Erkenntnis 7

Neue Wege sind am geilsten. Schon Jahre vor Beginn der Pandemie zeichnete sich zumindest in Teilen der Bevölkerung ein deutlicher Trend ab. Sexpositive Menschen probieren sich selbst immer mehr aus und wagen sich in erotische Bereiche vor, die von der vorangehenden Generation noch als pervers betitelt worden wären.
Beispiele dafür findet man etwa im Fetisch- und BDSM-Bereich sowie in der Entdeckung neuer Sexstellungen und -Techniken.

Gerade in Zeiten der Pandemie sind die Paare natürlich klar im Vorteil, denn viele Ideen brauchen keine weiteren Mitspieler oder Mitspielerinnen.
Doch auch Singles erweisen sich in kontaktreduzierten Zeiten als besonders kreativ und aufgeschlossen für Neues.

Cyber-Erotik bekommt durch interaktive Sextoys einen ganz neuen Stellenwert, erotische Videospiele versetzen den Spieler in prickelnde, lebensechte Situationen und sogar der Telefonsex erlebt eine Renaissance. Sex in Zeiten von Corona ist anders. Viele dieser Optionen sorgen in der Corona-Zeit auch dafür, bei Fernbeziehungen das Prickeln zu erhalten.

Erkenntnis 8

Das Dating verändert sich. Auch in Zeiten der Pandemie sehnen sich vor allem Singles nach Erotik und körperlicher Nähe. Zwar bestand natürlich auch schon früher ein Risiko, von einem Date nicht nur heiße Erinnerungen, sondern von Chlamydien über Herpes bis HIV auch eine Geschlechtskrankheit mit nach Hause zu bringen. Das Corona-Virus lässt die Situation aber noch ein ganzes Stück bedrohlicher erscheinen.

Das Resultat: Dating-Apps boomen, der Platzhirsch Tinder etwa hatte laut Redaktionsnetzwerk Deutschland 2020 sein bisher erfolgreichstes Jahr, trotz den damals noch besonders schockierenden Auswirkungen der Pandemie. Allerdings schreibt das RND im selben Artikel, dass zwanglose Begegnungen nicht mehr so im Vordergrund stünden, wie es zuvor der Fall war.

So seien die User von Erotik-Apps zuvor in Bezug auf Video-Aufnahmen und Video-Chats eher zurückhaltend gewesen und hätten sich lieber direkt getroffen. Seit Beginn der Pandemie gaben aber rund die Hälfte aller Tinder-User an, sich mit mindestens einem „Match“ zu einem oder mehreren Video-Chats verabredet zu haben.
Die erschwerten Kontaktmöglichkeiten scheinen auch die Geduld der Menschen zu steigern.

Da ein spontanes Treffen gerade während eines Lockdowns mit Beherbergungsverbot zeitweise unmöglich war, ließ man sich gerne Zeit, sich online näher kennenzulernen. Ist Sex in Zeiten von Corona leichter? So konnte man noch besser ausloten, ob der Funke überspringt oder man sich nochmals neu nach anderen Matches umschauen sollte. Tinder und andere Dating-Apps bestätigen, dass dieser Trend auch nach dem Lockdown weiter anhält.

Erkenntnis 9

Niemand hat sich die Pandemie gewünscht. Neben vielen Risiken birgt sie aber auch neue Chancen, sogar für die Liebe und Erotik. Auch wenn man im Sommer 2021 noch kein Datum dazu nennen kann, wird die Corona-Pandemie eines Tages ihr Ende finden. Bis dahin wird sich nicht alles verändert, aber doch vieles verbessert haben.

Die ganz persönlichen Weichen kann man schon stellen, solange die Corona-Pandemie noch nicht überwunden ist. Kurz und knapp formuliert:

  • Wenn Aktivitäten in der Gruppe pandemiebedingt ausfallen müssen, hat man mehr Zeit für sich selbst. Oder für Zweisamkeit
  • Wer im Homeoffice bleibt und nicht mehr zur Arbeit pendeln muss, gewinnt zusätzlich an Zeit. Die lässt sich produktiv nutzen, gerne auch für Sinnlichkeit und Entspannung.
  • Erotische Events müssen nicht abgesagt werden, sie bekommen nur ein anderes Gesicht. Auch alleine oder zu zweit kann man die Erotik immer wieder neu entdecken. Insbesondere dann, wenn man aufgrund des Abstandsgebotes nicht mit unangemeldetem Besuch zu rechnen hat.
  • Selbstoptimierung ist besser als Lethargie. Sport und Fitness, das Lernen einer Fremdsprache oder das Aufbessern der Allgemeinbildung sind nicht nur gesund und halten fit. Auf diese Weise schafft man sich selbst auch die besten Voraussetzungen für die Zeit nach Corona.
  • Geduld ist eine Tugend. Schnelle Dates sind während der Pandemie keine wirklich gute Idee. Umso mehr Gelegenheiten finden sich für den intensiven Austausch und die gepflegte Konversation. Und mal ehrlich: Eine solche kommt im Alltag doch sonst eher zu kurz, oder? Dabei birgt sie die Chance auf richtig tolle neue Kontakte.
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