Was macht Einsamkeit mit der Psyche?

Wenn die Psyche an Einsamkeit leidet

Was macht Einsamkeit mit der Psyche?
Was macht Einsamkeit mit der Psyche?
Im Kontrast zum gewollten temporären oder auch langfristigen Allein-Sein wirkt sich Einsamkeit kontraproduktiv auf die Psyche aus. Was macht Einsamkeit mit der Psyche? Genau gesagt ist das Gefährliche daran. Der psychische Stress. Weiterhin hat der gleichzeitig negative Auswirkungen auch auf das physische Wohlbefinden.

Was macht Einsamkeit so gefährlich?

Der mit Einsamkeit verbundene seelische Stress führt zu den verschiedensten Nachfolge Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem

  • ein unruhiger Schlaf und eine in der Konsequenz niedrigere Belastbarkeit,
  • eine Steigung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos,
  • eine Zunahme des Risikos, an Depressionen und Angsterkrankungen zu erkranken oder verstärkt daran zu leiden.

Welche psychischen Grundbedürfnisse gibt es?

In der Psychologie gibt es unterschiedliche Theorien, die sich mit der Art und der Anzahl von psychischen Grundbedürfnissen befassen. Dabei ist vor allem Klaus Grawes Ansatz zu nennen, da dieser auch empirisch belegbar ist. Grawe unterscheidet dabei die Bedürfnisse nach

  • Kontrolle und Selbstbestimmung,
  • Selbstwert,
  • Lust und
  • Bindung.

Das Bedürfnis nach Bindung spiele besonders dann eine Rolle, wenn man auf andere angewiesen sei. (Wie Kinder auf ihre Eltern.) Da es der Entwicklung von Grundvertrauen diene, sei eine mangelnde verlässliche Bindung problematisch. Denn sie erhöhe die Tendenz zu Bindungsstörungen und psychischen Erkrankungen im Allgemeinen. Doch auch später noch stünden das Bindungsbedürfnis und das Ausmaß seiner Erfüllung in engem Zusammenhang mit der eigenen (sozialen) Zufriedenheit.

Wie erkennt man Einsamkeit?

Einsamkeit lässt sich als Empfindung eines Ausgeschlossen-Seins definieren. Oft fallen auch der Eindruck mangelnder Zugehörigkeit oder das Gefühl von emotionaler Isolation darunter. Wer einsam ist, fühlt sich häufig niedergeschlagen, traurig, hilflos und verzweifelt. Nicht selten kommt es auch zu einer gefühlten inneren Leere und zu Selbstmitleid.

Darüber hinaus verfügen einsame Menschen zuweilen auch über
  1. einen verstärkten Wunsch nach Beachtung und mehr Wertschätzung / Anerkennung,
  2. Probleme, die gewünschten Kontakte proaktiv selbst aufzubauen,
  3. hohes Maß an Selbstkritik,
  4. Angst vor Zurückweisung,
  5. negative Grundeinstellungen, die sie in ihren Handlungen lähmen und
  6. ein übermäßiges Anpassungsbestreben.

Aber Achtung: Nicht jeder Mensch, der zu einem solchen Verhalten neigt, ist wirklich einsam. Denn sofern effektive Unterstützungsnetzwerke existieren, können entsprechende Züge und Personen häufig aufgefangen werden. Solche Netzwerke sind allerdings auch für jene Personen wichtig, die nicht zu diesen Charakterzügen neigen. Schließlich lösen auch andere Gründe Einsamkeit aus.

Was passiert, wenn man sich einsam fühlt?

Das Gefühl von Einsamkeit sorgt in vielen Fällen für eine verstärkte Traurigkeit und das Gefühl der Entfremdung vom eigenen Umfeld. Nicht selten führt dies zu einem geringeren Selbstvertrauen und -bewusstsein. Das wiederum fördert unter Umständen Angstzustände und Depressionen.

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Was macht Einsamkeit mit der Psyche? Wie bereits angesprochen, begünstigt das Gefühl der Einsamkeit auch die Ausstoßung des Stresshormons Cortisol. Studien von Lianne Kurina und ihrem Forscherteam an der Universität von Chicago zufolge komme es zudem zu

  • einem bewussteren und verstärkten Empfinden von Stress und Schmerzen,
  • einer Förderung von Entzündungen und
  • einer Hemmung des Immunsystems.

Zitate: Was macht Einsamkeit mit der Psyche? 1 – 10

  1. „Jedermann wird zugestehen, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. Wir sehen es in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinem Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus.“ (Charles Darwin)
  2. „Die Einsamkeit ist der vertraute Umgang mit sich selbst.“ (Robert Schumann)
  3. „Ich lebe in jener Einsamkeit, die peinvoll ist in der Jugend, aber köstlich in den Jahren der Reife.“ (Albert Einstein)
  4. „Für seine Handlungen sich allein verantwortlich fühlen und allein ihre Folgen, auch die schwersten, tragen, das macht die Persönlichkeit aus.“ (Ricarda Huch)
  5. „Wenn Sie einsam sind, wenn Sie allein sind, befinden Sie sich in schlechter Gesellschaft.“ (Jean-Paul Sartre)
  6. „Ich habe immer gedacht, dass das Schlimmste im Leben alleine zu Ende geht. Es ist nicht Das Schlimmste im Leben ist es, mit Menschen zu enden, bei denen Sie sich einsam fühlen.“ (Robin Williams)
  7. „Ich möchte mit denen zusammen sein, die geheime Dinge wissen oder sonst alleine.“ (Rainer Maria Rilke)
  8. „Es ist manchmal ein gutes Mittel, die notwendige Einsamkeit zu sichern, damit man sich auf etwas konzentrieren kann, was man tiefer erforschen will.“ (Vincent van Gogh)
  9. „Sei artig und du wirst einsam sein.“ (Mark Twain)
  10. „Hier in der Einsamkeit reduziert der Mensch sich auf sich selber.“ (Michel de Montaigne)

https://www.careelite.de/einsamkeit-zitate-alleinsein-sprueche/

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