Depression – Was ist eine Depression?

F 32 depressive Episode

Depression – Was ist eine Depression?
Depression – Was ist eine Depression?
Bei einer Depression (lateinisch deprimere” niederdrücken) handelt es sich auf jeden Fall um eine psychische Erkrankung. Sie äußert sich ebenso anhand von verschiedenen Beschwerden. Depression – Was ist eine Depression? Typische Symptome sind zudem etwa eine anhaltend negative Stimmung. Infolgedessen ist die Hemmung von Denkvermögen und Antriebminderung zu erkennen.

Anschließend ist der Verlust von Interessen zu erkennen. Hierzu kommen häufig körperliche Beschwerden. Ebenso sind häufig Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit oder chronische Schmerzen. Suizidgedanken treten zudem bei einer Mehrheit der Betroffenen auf. Insgesamt sterben etwa 10 – 15% aller schwer depressiven Menschen infolge eines Suizid.

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 5% der Bevölkerung an Depressionen. Demzufolge sind rund 4 Millionen Menschen derzeit an einer Depression erkrankt. Inzwischen erkranken etwa 1 – 2 % der Bevölkerung jedes Jahr neu. Die Zahl der depressiven Menschen erhöht sich dadurch nicht signifikant. Auf jeden Fall ist eine Depression keine unausweichliches Schicksal. Dadurch ist Sie heilbar.

In jedem Lebensanschnitt können depressive Phasen vorkommen

Ferner lassen aktuelle Studien folgenden Schluss zu. ferner erkranken ein Großteil aller Patienten bereits vor dem 30. Lebensjahr an einer Depression. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit eine Depression zu entwickeln gegeben. Jedenfalls ist Mindestens einmal im Leben ist die Wahrscheinlichkeit gegeben zu erkranken. Folgerichtig liegt die Wahrscheinlichkeit laut Expertenschätzung zwischen 7 und 18%. Entsprechend sind Frauen ungefähr doppelt so oft betroffen wie Männer.

Als erwiesen gilt leider auch, dass zahlreiche Betroffene keinen Arzt aufsuchen. Gründe dafür können Verdrängung, Unwissenheit oder Schamgefühl sein. Aber auch Hausärzte haben es aufgrund der vielfältigen Symptome eine Depression als eine solche zu erkennen. Je nachdem erschwert die breit gefächerte Symptomatik oft die Diagnose. Hierdurch braucht es medizinischen Fachwissen und viel psychiatrische Erfahrung, um eine Depression zu diagnostizieren.

Zumal eine korrekte Diagnose ist wichtig. Seit einigen Jahrzehnten hat die Wissenschaft in Bezug auf die Depression große Fortschritte gemacht. Endlich gibt es heute Therapien einer Depression die erfolgreich helfen. Die Fachwelt geht davon aus, dass mehr als 80% aller erfolgreich therapierbar sind. Infolgedessen ist es wichtiger die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Fakt ist: Deswegen kann eine Depression jeden Menschen treffen. Folglich ist es ganz unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Status.

Wie unterscheiden sich die Formen der Depression

Insoweit wird in die unipolare und die bipolare Depression unterschieden. Außerdem muss an dieser Stelle die reine Manie erwähnt werden.

Eine unipolare Depression kennt nur rein depressive, jedoch keine manischen Phasen. Wenn zusätzlich zu den Phasen der Niedergeschlagenheit allerdings scheinbar grundlose Phasen übermäßig gehobener Stimmung auftreten, spricht man von einer bipolaren Störung.

Diese tritt Schätzungen zufolge bei rund 20% aller depressiven Patienten auf. Indessen geht die Fachwelt heute von folgender Verteilung aus. Bipolare Störungen leichterer Ausprägung sind zudem sogar noch häufiger. Dabei bleiben Sie oft unerkannt. Folglich kommt die reine Manie ohne depressive Phasen nur selten vor. Mit rund 5% der Fälle ist sie also recht selten.

Wie entsteht eine Depression? 

Meistens wirken jedenfalls mehrere Faktoren zusammen. Um jedoch eine Depression entstehen zu lassen gibt es viele Faktoren. Die jeweilige Rolle erblicher und umweltbedingter Faktoren ist genauso individuell unterschiedlich.

Basis der meisten Erklärungsmodelle einer Depression

  • genetische Veranlagungen
  • neurobiologische Störungen
  • bestimmte Entwicklungs- und Persönlichkeitsfaktoren

Genetische Veranlagung

Nach heutigem Stand der Wissenschaft ist genauso eine erbliche Vorbelastung maßgeblich. Infolgedessen ist Sie mitverantwortlich für die Bildung einer Depression. Man weiß zudem, dass Depressionen familiär gehäuft auftreten. Kommen sie bei Verwandten ersten Grades vor, liegt die Gefahr dementsprechend deutlich höher. Darum ist die Gefahr selbst eine Depression zu entwickeln ist etwas etwa 15% höher. Während bei eineiigen Zwillingen die Gefahr bei mindestens 50% liegt. Die Zwillinge sind insoweit gefördert von einer Depression betroffen zu sein.

Stoffwechsel- und Funktionsstörungen im Gehirn

Es gibt deutliche Anzeichen, dass Veränderungen von Botenstoffen im Gehirn zur Ausbildung einer Depression führen können. In diesen Fall geraten Botenstoffe aus dem Gleichgewicht.

Die Botenstoffe sind:

  • Serotonin
  • Dopamin
  • Noradrenalin
  • Acetylcholin
  • Gamma-Aminobuttersäure

Durch die Gabe von Antidepressiva lässt sich viel erreichen. Bei vielen Patienten kommt damit dieses System wieder in Ordnung. Da die Wirkung aber bei vielen Patienten erkennbar. Es scheint  individuelle Unterschiede in der Ausprägung der Neurotransmitter-Störungen zu geben.

Mithilfe bildgebender Verfahren lässt sich auch eine veränderte Aktivität des limbischen Systems im Gehirn feststellen. Hierbei handelt es sich um das stressregulierende System. Hier wird die Empfindungen und Gefühle verarbeitet werden.

Entwicklungs- und Persönlichkeitsfaktoren (psychosoziale Faktoren)

Eine fehlgeleitete Entwicklung in der Kindheit kann ebenfalls zur Entstehung einer Depression beitragen. Aus einem ängstlich-fürsorglichen Erziehungsstil etwa kann sich eine „erlernte Hilflosigkeit“ entwickeln. Betroffene haben es schwer, Stress zu bewältigen.

Der frühe Verlust eines Elternteils ist ein möglicher Auslöser. Die Störung der Beziehung zwischen Mutter und Kind ist auch ein starker Faktor. Ein wenig ausgeprägtes Selbstwertgefühl ab der frühen Kindheit ist gefährlich. Es kann bei erlebten Enttäuschungen zu einer besonderen Verletzlichkeit führen.

Auch unzureichend verarbeitete Traumata führen oft zu früher oder später zum Ausbruch einer Depressionen

  • Eigene Erleben von Katastrophen
  • Schwere Unfällen
  • Lebensbedrohliche Erkrankungen
  • Sexueller Missbrauch

Reaktive Faktoren bei depressive Verstimmung

Es zeigt sich, dass sich Depressionen bei vielen Patienten nach belastenden oder negativen Ereignissen auftreten. Bei diesen kann es sich etwa um Probleme in der Partnerschaft führen. Eine Trennung ist eventuell möglich. Der Verlust von Bezugspersonen ist auch ein entscheidender Faktor. Veränderungen der gewohnten Arbeits- und Lebensweise wirken auch stark mit ein. Stressige Ereignisse führen nachweislich zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Cortisol. Dieses wird auch bei depressiven Patienten in erhöhter Konzentration im Blut gefunden.

Körperliche Erkrankungen können ebenfalls ursächlich für eine Depression sein.

  • chronische Schmerzen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Demenz
  • Krebs
  • Medikamente

Weitere mögliche Risikofaktoren für Depressionsursachen

Neben den erwähnten Aspekten scheint es weitere Risikofaktoren zu geben. Wer ist, hat demnach ein erhöhtes Risiko, eine Depression zu entwickeln:

  • weiblich 
  • Alleinstehend
  • Großstädter
  • kontaktarm
  • wenig gebildet
  • arbeitslos 
  • Drogenabhängigkeit 
  • Alkoholabhängigkeit

Was ist eine Depression?

Die Anzeichen einer Depression sind vielfältig. Die Fachwelt unterscheidet zwischen den sogenannten Haupt- und den Zusatzsymptomen.

Hauptsymptome für Depression sind

  • eine dauerhaft depressive, gedrückte Stimmung
  • Interessen- und Freundlosigkeit
  • verminderter Antrieb

Typische Nebensymptome einer Depression sind

  • der soziale Rückzug
  • innere Gefühlsleere
  • verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
  • gemindertes Selbstvertrauen
  • Gefühle der eigenen Wertlosigkeit
  • Schuldgefühle
  • pessimistische bzw. negative Gedanken an die eigene Zukunft
  • Suizidgedanken
  • Selbstverletzung
  • Suizidhandlungen
  • Schlafstörungen
  • geminderter Appetit 
  • kognitive Beeinträchtigungen

Während leichter oder mittelgradiger depressiver Episoden lassen sich zudem sogenannte somatische Syndrome erkennen.

Beispiel für somatisches Syndrom bei Depression sind

  • Morgentief (negative Stimmung am Morgen)
  • Probleme, auf freudige Ereignisse oder freundliche Umgebungen mit den entsprechenden Gefühlen zu reagieren
  • frühmorgendliches Erwachen (eine oder mehrere Stunden vor der gewohnten „Aufstehzeit“),
  • deutlicher Verlust von Appetit
  • ein Gewichtsverlust von häufig über 5% des Körpergewichts im Monat
  • psychomotorische Hemmung 
  • deutlicher Verlust der Libido (sexuelles Verlangen)

Die folgenden Symptome lassen nicht direkt auf eine Depression schließen, fügen sich aber gut ins Gesamtbild.

Keine eindeutigen Symptome einer depressiven Phase 

  • Mattigkeit beziehungsweisekörperliche Abgeschlagenheit
  • Störungen der Verdauung
  • Kopfschmerzen
  • Druckgefühl im Bereich des Halses, „Globusgefühl“ (Gefühl, als hätte man einen Kloß im Hals = “Globus Hysterikus”), sonstige somatoforme Störungen F 45.8
  • Probleme mit der Atmung
  • Probleme des Herz-Kreislauf-Systems (Ohnmacht, schnelles Herzklopfen etc.)
  • Schwindel
  • Sehprobleme
  • Muskelverspannungen
  • Nervenschmerzen
  • Gedächtnisprobleme

Wie verhält sich ein depressiver Mensch?

Depressionen entwickeln sich oftmals als schleichender Prozess. Sie treten aber auch einfach schlagartig auf.

Typische Merkmale depressiver Menschen

  • traurige Verstimmung
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • verminderter Appetit
  • Gewichtsverlust

Diese Symptome sind allerdings meistens nicht gleichmäßig über den Tag verteilt. Üblicherweise sind sie vormittags stärker ausgeprägt. Nachmittag lassen die Symptome meist nach. Ein Interesse an eigentlich positiv besetzten Aktivitäten ist nicht mehr vorhanden. Das sexuelle Verlangen ist gemindert hier auch gemindert oder vollständig erloschen. Hoffnungslosigkeit und Selbstmordgedanken treten ebenfalls gehäuft auf.

Bei einer eher kleinen Zahl Betroffener ist die Depression daher von unrealistischen Gedanken begleitet. Darüber hinaus wird eine Depression manchmal für die vermeintlich „gerechte Strafe“ gehalten. Sie wird zudem als Strafe für Verfehlungen aus dem aktuellen oder einem vorherigen Leben gehalten.

Ohne Grund kommen Ängste und Befürchtungen

Auch unrealistische Befürchtungen sind oft erkennbar. Sie sind bezüglich der eigenen körperlichen Verfassung unter Depressiven häufiger auszumachen. Viele Betroffene befürchten an einer vermeintlich schlimmen Erkrankung zu leiden. Einige konsultieren deshalb regelmäßig verschiedene Fachärzte. Sie wollen vermeintlichen Erkrankung auf den Grund zu gehen.

Die manisch-depressive Krankheit ist eine besondere Form der Depression. Hier werden die beschriebenen depressiven Phasen von Momenten der Euphorie abgelöst. In diesen Phasen sind die Betroffenen vermeintlich besonders leistungsstark. Sie besitzen allerdings keinen Sinn für eine ehrliche Selbstkritik. Dies kann für die Betroffenen wirtschaftlich problematisch sein. Betroffene geben oft viel Geld für Luxus-Anschaffungen aus.

Kann eine Depression plötzlich auftreten?

In der Fachwelt geht man davon aus, dass sich die meisten Depressionen schleichend auftreten. Sie entwickeln sich im Verlauf von Wochen, Monaten oder gar Jahren. Es gilt allerdings auch als erwiesen, dass sich eine Depression schlagartig auftritt. Sie entwickelt sich dann wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auslöser für ein solches Phänomen sind sehr vielfältiger Natur. Die Fachwelt untersucht diese Punkte.

Ist man bei Depressionen immer traurig?

Die typischen Zeichen einer Depression sind, wie bereits erwähnt, die Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und Antriebslosigkeit. Bei der bipolaren Störung kommt es allerdings auch zum anderen Stimmungsextrem. Es kommt also zu manischen Phasen, die sich über die folgenden Merkmale zeigen.

Anzeichen der manischen Phase

  • Gehobene oder besonders gereizte Stimmung
  • gemindertes Schlafbedürfnis
  • rast- und Ruhelosigkeit
  • Rededrang
  • rasende Gedanken
  • Zerstreutheit
  • Selbstüberschätzung bis hin zum Größenideen
  • gesteigerte Libido
  • unkontrollierter, hoher Alkoholkonsum
  • unkontrollierte Geldausgaben
  • ungehemmtes, oftmals riskantes Verhalten

Bei der sogenannten Hypomanie handelt es sich um eine abgeschwächte Form der Manie. Es handelt sich bei hypomanischen Menschen um offensichtlich energiegeladene, übermäßig vertraulich, kreative Zeitgenossen, die aber gleichzeitig nervös, zerstreut und überreizt sind.

In Einzelfällen können schwer depressive oder manische Episoden von psychotischen Symptomen begleitet sein. Betroffene leiden dann unter Wahnvorstellungen. Sie fühlen sich dann verfolgt oder halluzinieren.  

Was erwartet mich beim Psychiater bei Depressionen?

Ein wesentlicher und eingehender Grundpfeiler bei der Diagnose einer Depression ist das ausführliche Gespräch mit dem Patienten. Gerade im Bereich der psychischen Erkrankungen müssen verschiedene Symptome gezielt abgefragt werden. Auch die körperlichen, seelischen und sozialen Einflüsse werden dabei berücksichtigt.

Viele Betroffene wenden sich zuerst an ihren Hausarzt. Sie haben vermeintlich rein körperlichen Beschwerden wie chronischen Schmerzen, Müdigkeit oder Antriebslosigkeit. Hinter diesen Symptomen kann sich eine Depression stehen. Eine körperliche Ursache wird oft verborgen.

Zuerst gilt es daher spezielle Verfahren wie der Blutuntersuchung, Ultraschall, Röntgen, CT, MRT oder EEG einzusetzen. Möglichen Ursachen wird damit auf den Grund gegangen. Sofern hierbei keine Auffälligkeiten gefunden werden, ist die Wahrscheinlichkeit einer psychischen Erkrankung gegeben.

Mitunter gibt es ein paar wichtige Fragen. Obgleich Sie sehr zielgerichtet sind. So dass sie bei der Erkennung einer möglichen Depression helfen.

Diese Fragen lauten:
  1. „Fühlten Sie sich in den letzten 2-3 Wochen häufiger antriebslos, traurig bedrückt und interessenlos?“
  2. „Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an jenen Dingen, die Sie sonst normalerweise gerne tun?“
  3. Haben Sie letzte Zeit wenig, bis kein Appetit?
  4. Wie schlafen Sie die letzten Tage?
  5. Wie ist Ihr Sexualleben derzeit? 
  6. Pflegen Sie Kontakte mit der Familie, Freunden?
  7. Haben Sie letzte Zeit an den Tod gedacht? 

Wurden beide Fragen mit „ja“ beantwortet, sollte der Möglichkeit einer psychischen Erkrankung auf den Grund gegangen werden.

Eine der beiden Grundsäulen bei der Behandlung einer Depression ist die Psychotherapie. Bei dieser werden die Erkrankung selbst wie auch deren Begleiterscheinungen behandelt. Durch gezielte Gespräche und Übungen mit dem Psychotherapeuten wird dem betroffenen geholfen. Zuvor wird gemeinsam festgelegt, welches Ziel die Therapie verfolgen soll. Die andere Säule betrifft Antidepressiva, bzw. Medikamente. Die vom Facharzt, sprich Psychiater nach Absprache aufgeschrieben werden. 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Therapie. In einem solchen Fall stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Die kognitive Therapie zählt zur großen Verfahrensgruppe der Verhaltenstherapie. Sie beruht auf den Gesetzen der Lerntheorie und betrachtet die psychische Erkrankung als eine Folge ungünstiger Erfahrungen in der Vergangenheit. In der Therapie werden diese Erfahrungen bearbeitet und neue, günstigere Verhaltensweisen erlernt.

Zusätzlich werden innere Vorgänge wie Gefühle und Gedanken thematisiert, um diese in eine positive Richtung zu verändern. Es geht in der Behandlung also vor allem um positive Signale. Negative Verhaltens- und Denkmuster zu durchbrechen ist ein Ziel. Eine positive, zumindest aber neutrale Richtung wird transformiert. Darüber hinaus lernt der Betroffene über die sogenannte Psychoedukation viel über seine eigene Erkrankung. Es besteht die Möglichkeit des Patienten aktiv damit umzugehen.

Bei der KVT gibt es sowohl die Möglichkeit der Einzel- als auch der Gruppentherapie. In der Regel finden 1 bis 2 Sitzen pro Woche statt. Die gesamte Therapie erstreckt sich meist über 60 bis 80 Sitzungen. Es gibt aber auch spezielle Kurztherapien.

Die Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Sie ist eine alternative Form der Behandlung. Bei dieser wird versucht, traumatische Erfahrungen und früh gestörte Beziehungsmuster aufzudecken. Darüber sind sich Betroffene selbst meistens nicht bewusst. Sie können sich so ans Licht zurückholen. Durch die erneute Erinnerung lassen sich diese Erfahrungen aufgreifen und bearbeiten.

Um eine akute Depression zu behandeln, ist eine derartige Psychoanalyse allerdings kaum geeignet.

Bei einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie gibt es zwei Grundfaktoren. Es wird mit den Erkenntnissen der Psychoanalyse und deren Weiterentwicklungen gearbeitet. Auch bei ihr handelt es sich um ein sogenanntes psychodynamisches Verfahren. Allerdings stehen vor allem die aktuellen psychischen Konflikte im Fokus. Diese werden in der Therapie dann gezielt aufgearbeitet.

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