Die Angst vor Kontrollverlust

Wenn man Angst hat die Kontrolle zu verlieren

Die Angst vor Kontrollverlust
Die Angst vor Kontrollverlust
Bei Angsterkrankungen sind einheitliche Definitionen schwierig. Auch die Angst vor Kontrollverlust tritt bei allen betroffenen Menschen in unterschiedlicher Art und Intensität auf. Fast immer geht diese Angst mit Panikattacken einher, durch die eine regelrechte Angstspirale in Gang gesetzt wird.

Begleitängste wie die Hypochondrie oder die Platzangst (Agoraphobie) treten bei der Angst vor Kontrollverlust häufig auf. Sie sind oftmals sogar als Ursache auszumachen.

Wie viele Menschen sind von der Angst vor Kontrollverlust betroffen?

Aufgrund des diffusen Bildes von dieser Angststörung ist es schwierig, konkrete Zahlen dazu zu nennen. Eine Studie des Meinungs- und Wahlforschungsinstituts „Infratest dimap“, für die mehr als 10.000 Deutsche zu ihrem Sicherheitsgefühl in der Öffentlichkeit befragt wurden, hilft bei der Annäherung. 23% gaben an, sich eher unsicher oder unsicher zu fühlen.

Zwar ist nicht jeder aus dieser Gruppe von der Angst vor Kontrollverlust betroffen. Dennoch wird in der Fachwelt davon ausgegangen, dass von der Gesamtbevölkerung ein Prozentsatz im niedrigen zweistelligen Bereich mehr oder weniger ausgeprägt von dieser Angst betroffen ist.

Wie äußerst sich die Angst vor Kontrollverlust?

Hier zeigt sich ein recht breites Feld, das von einem diffusen Gefühl der Überforderung.  Diese Angst reicht sogar bis zu dem Gefühl verrückt zu werden. Einige Betroffene gehen vermeintlich bedrohlichen Situationen weitestmöglich aus dem Weg, um dadurch ein Gefühl der Sicherheit zu erreichen.

Bei vielen Menschen tritt die Angst allerdings schubweise auf. Häufig sind diese Schübe mit bestimmten Situationen verknüpft und können auch sehr plötzlich auftreten, etwa bei der Arbeit oder im Straßenverkehr. Typische Symptome sind Herzrasen, Schweißausbrüche, Hitzeattacken, Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen.

Welche Ursachen gibt es für die Kontrollverlustsangst?

Es gibt nur sehr wenige Menschen, denen grundsätzlich alles gelingt. Selbst vermeintliche Glücksritter entpuppen sich bei näherer Betrachtung keineswegs als von Fortuna geküsste Perfektionisten. Allerdings nehmen sie sich Momente der Schwäche und des Kontrollverlustes nicht so sehr zu Herzen: „Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen“, so lautet ein zugegebenermaßen recht salopper Spruch.

Der ist allerdings oft leichter gesagt als getan. Die Angst vor Kontrollverlust kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Manchmal sind es traumatische Erlebnisse, die sich aus Alltagssituationen ergeben. Oftmals liegen die Ursachen allerdings in permanentem Stress und Überforderung. Faktoren wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche können die Angst vor Kontrollverlust zusätzlich anfüttern.

Wie kann man die Angst vor dem Kontrollverlust überwinden?

Es sind gleich mehrere Strategien zu empfehlen. In einigen Fällen kann es hilfreich sein, sich bewusst den angstauslösenden Situationen zu stellen. Dabei bewusst wahrzunehmen, dass keine echte Gefahr droht. Unabhängig von der konkreten Situation hilft es zudem

  • die eigenen Gedanken
  • Gefühle und Umstände zu kontrollieren und
  • positiv zu lenken.

Was tun gegen Angst vor Kontrollverlust?

So fühlt man sich auch bei unbekannten Situationen besser gewappnet. Manchmal ist es aber auch notwendig, Ballast abzuwerfen. Einige Aufgaben lassen sich delegieren und Verschnaufpausen führen zu frischer Kraft. Yoga, Meditation und autogenes Training sind zusätzliche Optionen, Stress und damit auch die Angst vor Kontrollverlust besser bewältigen zu können.

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