Hoffnung aus positiven Emotionen

Die erste Säule des Glücks: Positive Emotionen - Hoffnung

Hoffnung aus positiven Emotionen
Hoffnung aus positiven Emotionen
Glaube, Liebe und Hoffnung – das sind die drei christlichen Tugenden. Bei Glaube und Liebe ist recht klar, was sie bedeuten. Wie aber sieht es bei der Hoffnung aus? Hoffnung aus positiven Emotionen verleihen die Flügel und in dem Artikel bekommen sie mehr Ansichten zu der Thematik aus der ersten Säule des Glücks.

Was genau ist Hoffnung?

Bei der Hoffnung handelt es sich um eine Emotion, die mit positiven Erwartungshaltung gegen-über der Zukunft verknüpft ist. Sie ist eng mit Selbstvertrauen und dem Glauben (nicht Wissen!) an das potenzielle Erreichen eines Ziels verknüpft. Diese Verknüpfung bedeutet aber nicht, dass zu zwischenzeitliche Zweifel oder Unsicherheiten in keinem Fall auftreten würden. Dennoch überwiegt die zuversichtliche Grundhaltung, durch die sich die Hoffnung elementar von der Verzweiflung, der Resignation oder der Angst unterscheidet.

Bestseller Nr. 1
Das Buch der Hoffnung
  • Goodall, Jane (Autor)
Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auch die in den 1980er Jahren entwickelte Hoffnungstheorie von Charles Richard Snyder. In dieser stellte er die These auf, dass sich hoffnungsvolle Menschen stärker auf ihre Ziele konzentrieren und weniger leicht entmutigen lassen würden. Vielmehr seien sie darauf bedacht, ihre Projekte auch unter größeren Herausforderungen umzusetzen wodurch sie insgesamt erfolgreicher seien. Diese Theorie wird aber inzwischen im Hinblick auf einige Aspekte wie:

  • die großen Überschneidungen mit weiteren psychologischen Konzepten,
  • die starken Diskrepanzen zwischen den alltagspsychologischen Hoffnungsvorstellungen und theoretischem Modell sowie
  • der deutlichen Nicht-Beachtung des emotionalen Teils der Hoffnung
    kritisch betrachtet.

Ist Hoffnung eine Emotion?

Ja. Obwohl in der Umgangssprache zwischen Gefühl und Emotion nicht immer klar getrennt wird, lassen sich Gefühle und Emotionen recht klar voneinander abgrenzen.

  • Gefühle sind physische, nicht beeinflussbare Antworten auf bestimmte Situationen. Bei-spiele dafür stellen unter anderem die einsetzende Hochatmung, der beschleunigte Puls und der erhöhte Blutdruck in einer Gefahrensituationen dar.
  • Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Emotionen um eine Art Bewertungskonzept für Ge-fühle. Sie können konträr zu den Gefühlen bewusst kontrolliert werden. Dadurch ist es möglich, dass verschiedene Menschen dasselbe Gefühl in der gleichen Situation unterschiedlich bewerten. Es gibt also entgegen diverser langläufiger Meinungen keine Zwangsverbindung zwischen den beiden.

Was ist Hoffnung für ein Gefühl?

Hoffnung ist eine beflügelnde Emotion. Sie

  1. verleiht einem Menschen Stärke und Durchhaltewillen,
  2. trägt positiv zu seinem Selbstwertgefühl bei und
  3. bringt eine mehr oder weniger aufgeregte Freude bis hin zur Euphorie mit sich.
    Wer Hoffnung empfindet, ist aber nicht zwangsweise optimistisch. Ein Optimist geht nämlich davon aus, dass das eintreffende Ergebnis sehr wahrscheinlich bis garantiert positiv ist. Jemand, der hofft, ist sich dessen nicht so sicher. Er glaubt aber an seine potenzielle Chance und bleibt dadurch engagiert.

Was bringt Hoffnung?

Bei der Hoffnung handelt es sich um eine Emotion, die mit einer positiven Erwartung an die Zukunft verknüpft ist. Cristiano Castelfranchi und Maria Micheli halten dabei im Rahmen ihrer Arbeiten folgende Bedingungen für sie fest:

  • Es muss die Möglichkeit bestehen, dass ein Ereignis eintritt.
  • Das Ereignis ist wünschenswert.
  • Der Einfluss auf das Eintreten des Ereignisses ist gefühlt entweder gering oder gar nicht vorhanden.
    Zum letzten Punkt ist allerdings festzuhalten, dass er die Motivation der hoffenden Person nicht unbedingt zu schmälern braucht. Im Gegenteil. Castelfranchi und Micheli unterscheiden nämlich zusätzlich zwischen aktiver und passiver Hoffnung.

Die aktive Hoffnung trägt laut ihnen dazu bei, dass man sich um einen zusätzlichen Informationsgewinn bemüht, der im Sinne des erhofften Ereignisses gestaltet ist. Frei nach dem Motto „Es gibt eine Restchance und ich nutze sie“. Bei der passiven Hoffnung ist hingegen das Gegenteil der Fall. Durch die Einbildung, keinerlei Einfluss auf die Situation zu haben, kommt es zu einer Lähmung. Somit unterbleibt jede Handlung – und damit auch die, die potenziell etwas hätte bewegen können.

Ähnliche Artikel

Woher kommt Hoffnung?

Hoffnung kommt meistens aus dem eigenen Inneren einer Person. Sie kann neben dem Glauben an sich selbst, aber auch auf Aspekten wie Religiosität oder Spiritualität fußen. So oder so verleiht sie demjenigen, der sie hat, eine positive Stimmung und die Kraft zu handeln. Um komplexe problematische Situationen mutig anzugehen lohnt es sich daher, seine “Hoffnungskompetenzen” bereits zu entspannteren Zeitpunkten zu trainieren. Dadurch ist man im Ernstfall nicht so leicht aus der Fassung zu bringen. Schließlich gibt es das Sprichwort „In der Ruhe liegt die Kraft“ nicht ganz zu Unrecht.

5/5 - (38 votes)

⇓ Weiterscrollen zum nächsten Beitrag ⇓


Schaltfläche "Zurück zum Anfang"