Warum stehlen Kinder

Welche Gründe haben die Kinder, wenn sie stehlen

Warum stehlen Kinder
Warum stehlen Kinder
Weswegen stehlen Kindern? Diese Frage stellen sich oft die Eltern, sobald sie davon erfahren, dass ihr Kind etwas gestohlen hat. Ob in der Schule, bei den Bekannten oder sogar den besten Freunden kann das passieren. Warum stehlen Kinder? Umso mehr sind die Eltern enttäuscht, wenn sie hören, dass das Kind auch keine Scheue gezeigt hat bei den Verwandten zu stehlen.

Welche Schritte wichtig sind, wenn das Kind stiehlt

Die Eltern sollten auch darüber sprechen, wie das Kind eine Wiedergutmachung leisten kann. Es ist wichtig, dass junge Menschen lernen, die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen. Weiterhin ist wichtig, dass sie in der Lage sind, den Schaden selbst zu beheben. Es kann daher sinnvoll sein, dass sich das Kind mit den Eltern gemeinsam auf eine Frist für die Wiedergutmachung einigt.

Anschließend ist es sehr empfehlenswert gemeinsam mit dem Kind die Geschehnisse aus der Sicht des Opfers zu betrachten und durchzusprechen. Das Kind soll sich vorstellen, wie es ihm dabei geht, wenn ihm der beste Freund etwas gestohlen hätte. Damit das Kind verstehen kann, was es mit seinem Verhalten der nahe stehenden Person angetan hat. Das nennen wir “Spiegeln”. Das Kind sieht wie im Spiegel das, was dem anderen zugestoßen ist. Anhand dieses Beispiels stellt man für sich fest, was man dem anderen im grundgenommen angetan hat.

Schuldgefühle sollten für die Eltern kein ausschlaggebender Faktor sein, denn in den allermeisten Fällen fühlt sich das Kind bereits schuldig, wenn man es erwischt. Die Eltern sollten das Verhalten jedoch niemals verharmlosen. Weiterhin ist einreden von schlechtem Gewissen, kein guter Rat.  Worte wie das Kind “hat etwas gemopst”, “stibitzte” oder “hat sich für immer etwas ausgeliehen” anstelle von “gestohlen” helfen dem Kind nicht, die Ernsthaftigkeit des Verhaltens zu verstehen. Die Eltern sollten dem Kind auch erklären, wie sich ihre Handlung auf die Beziehung zu der Person, die es bestohlen hat, auswirkt. Dass in der Regel die betroffene Person enttäuscht und gekränkt ist. Weiterhin auch das Vertrauen verloren gegangen ist.

Wenn ein Kind ein- oder zweimal vom Weg abkommt. Sprich, wenn es was gestohlen hat, brauchen die Eltern nicht befürchten, dass es später straffällig wird. Nur, wenn mehrere Symptome wie Lügen, Betrügen, Aggression, Trotzverhalten zusammen auftreten, sollten die Ursachen untersucht werden. Gegebenenfalls ist ein Kinder- und Jugendpsychiater zu konsultieren. Die meisten Kinder klauen irgendwann einmal, meist zu Beginn der Schulzeit oder während der Pubertät.

Die Gründe für einen Diebstahl können sehr unterschiedlich sein. Das Kind, bzw. die Eltern haben weniger Geld und das Kind sieht bei seinen Freunden, wie prunkvoll sie leben. Verlust der Eltern oder eine wichtigen Person aus der Familie. Oder aber kann es sein, dass ein Kind nicht gelernt hat, zwischen “mein” und “dein” zu unterscheiden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass es seinen Impulsen nicht widerstehen kann. Ebenso gibt es den Fall, dass es noch nicht weiß, wie man richtig mit Geld umgeht.  Natürlich kommt es auch unter dem Druck von Gleichaltrigen vor, eine solche Tat als Beweis des Mutes zu tätigen.

Stehlen Kinder aus Provokation?

Kinder stehlen oft, weil sie das Gefühl haben, nicht genügend materielle Mittel zu erhalten oder sich benachteiligt zu fühlen. Stehlen kann auch ein Racheakt sein, um einer Person zu schaden. Manchmal stehlen Kinder ihren Angehörigen kleine Gegenstände, um sich mit der anderen Person zu vergleichen. Die Eltern sollten daher mit dem Kind besprechen, wie seine Wünsche erfüllt werden können, ohne die Grenzen der anderen zu überschreiten und sie damit zu verletzten. Sie können ihnen bezahlte Gelegenheitsjobs anbieten, sie zum Sparen anregen oder sogar ihr Taschengeld aufstocken. Es gibt genügend Möglichkeiten, wie man Kinder spielerisch motiviert um Taschengeld zu verdienen. Manchmal stehlen Kinder so “provokativ”, dass dieses Verhalten  einlädt mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Nachdem Motto: “Ich bin auch da, siehst du mich nicht?”

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Pathologisches Stehlen kommt selten vor

Pathologisches Stehlen F63.2, auch als Kleptomanie bezeichnet, ist im Vergleich zu gewöhnlichem Ladendiebstahl sehr selten. “Kleptomanie-Patienten können dem Drang nicht widerstehen. Sie klauen in der Regel Dinge, die sie nicht brauchen. Entweder verschenken sie diese, horten die Sachen oder werfen die gestohlen Sachen weg. Sie brauchen die wachsende Spannung vor dem Akt und suchen während und nach dem Akt nach einem Gefühl der Freude, Erleichterung und Befriedigung”.

Kleptomanie trifft oft im anderen psychischen Störungen auf

Pathologisches Stehlen (Kleptomanie) tritt auch als Symptom andere psychiatrische Störung auf, z. B. Störungen des Sozialverhaltens, Suchterkrankungen, affektive und zwanghafte Störungen und psychosoziale Konflikte. Bei der emotionalen Störung mit Geschwisterrivalität kann sich Kleptomanie auch zeigen. Die Betroffenen sind in der Regel nicht in der Lage, diese Störungen allein zu bewältigen und benötigen die Hilfe der Umgebung, beziehungsweise der Familie. Vor allem ist die professionelle Hilfe eines Kinder- und/oder Jugendpsychiaters in Anspruch zu nehmen. In dem IDC 10 ist pathologisches Stehlen (Kleptomanie) unter *abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle* F 63 kodiert.

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