Was ist eigentlich ein Orgasmus?

Was ist eigentlich ein Orgasmus?
Was ist eigentlich ein Orgasmus?
Der Orgasmus gehört zum Sex wie die Mayonnaise auf die Pommes Frites, die Milch in den Kaffee oder das Cabriolet zum Sommerabend. Super also, wenn beides zusammenkommt. Trotzdem kann man beides auch getrennt voneinander betrachten. Bei den anderen Beispielen ist dies weit verbreiteter Konsens, beim Orgasmus erfahrungsgemäß (noch?) nicht. Was ist eigentlich ein Orgasmus, fragen sie jetzt sicher, wie wir. Umso wichtiger ist es, etwas mehr über den sexuellen Höhepunkt zu erfahren.

Wie nimmt man einen Orgasmus wahr?

Es ist schon verdammt schwer, Farben oder Düfte genauer zu definieren. Noch schwieriger wird es beim Orgasmus, den jeder Mensch auf seine ganz individuelle Art und Weise erlebt.
Ein rhythmisches Zucken der Genital- und Beckenmuskulatur gehört fast immer dazu. Wie lang dieses Zucken anhält und mit welchen Empfindungen man es verbindet, beantwortet nahezu jeder Mensch anders. Ein Gefühl der Ekstase, dass sich über das Rückenmark explosionsartig im ganzen Körper ausbreitet, ist in oft beschriebenes Bild. Andere Menschen sprechen von einem pulsierenden, sich wellenförmig ausbreitenden Beben.

Fakt ist, dass nicht jeder Mensch jeden Höhepunkt auf die immer gleiche Art erlebt. Mal ist der Orgasmus eine eher flache Woge der Lust, manchmal erlebt man ihn hingegen als eine viele Sekunden anhaltende Ekstase. Nicht unwesentlich ist auch, ob man den Orgasmus beim Sex oder bei der Masturbation erlebt. Im zweitgenannten Fall erleben ihn zahlreiche Menschen, insbesondere Frauen, als besonders intensiv. Auf die Gründe dafür kommen wir später noch einmal zurück.

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Was passiert bei einem Orgasmus?

Viele Dinge lassen sich physikalisch oder biologisch beschreiben, ohne dabei jedoch die Gefühlsebene zu erreichen. Wie ein Orgasmus abläuft, ist wissenschaftlich sehr gut erforscht: Durch die steigende Erregung weiten sich die Blutgefäße, sodass mehr Blut in die Schwellkörper strömen kann. Erkennbar ist dies natürlich am Penis des Mannes, aber auch an der weiblichen Klitoris. Die Scheide der Frau wird feucht, die Brustwarzen vieler Frauen und einiger Männer stellen sich auf.

Gleichzeitig wird die Atmung schneller und der Puls beschleunigt sich.
Nun schwellen auch die Hoden des Mannes an, während sich bei Frauen gleichzeitig das untere Drittel der Vaginalwand mit zusätzlichem Blut füllt. Dadurch bildet sich die orgastische Manschette. Die Beckenmuskulatur spannt immer weiter an, während die Nerven die Erregung ins Gehirn übertragen und das Gehirn Impulse in die Gegenrichtung sendet.

Wie signalisiert das Hirn unseren Orgasmus

Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Das Gehirn signalisiert den Nerven, die aufgestaute Anspannung schlagartig zu lösen. Jetzt zucken beim Mann die Muskeln in Penis, Samenblase, Harnröhre, Prostata und im Analbereich. Gleichzeitig wird die Samenflüssigkeit herausgeschleudert. Auch Frauen erleben den Höhepunkt als eine vielschichtige Muskelkontraktion in Vagina, Gebärmutter und im Analbereich.

Die beschriebenen Kontraktionen wiederholen sich bei Frauen und Männern im Abstand von weniger als einer Sekunde. Allerdings erleben vor allem Frauen ihre Orgasmen immer wieder anders. Was ist eigentlich ein Orgasmus? Ist er ein wirklich ekstatischer Moment, bebt der ganze Körper und die beschriebenen Muskelpartien ziehen sich bis zu 15mal zusammen, um gleich danach wieder zu entspannen. Schwache Orgasmen sind nach sehr kurzer Zeit vorbei, viele Frauen nehmen sie nicht einmal als Höhepunkt wahr. In einem Aspekt wurden die Frauen von der Natur allerdings mehr gesegnet als die Männer.

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Was ist eigentlich ein Orgasmus bei der Frau?

Frauen erleben Orgasmus anders als Männer, das ist bereits bekannt. Gleich nach dem Orgasmus können Frauen noch einen weiteren erleben, dann noch einen und noch einen…
Männer hingegen benötigen nach dem Höhepunkt zumeist eine Pause. Manch einem Mann genügen schon wenige Minuten, um wieder sexuell einsatzbereit zu sein. Bei anderen kann es Stunden oder sogar bis zu mehreren Tagen dauern, bis ein weiterer Orgasmus möglich ist.

Das eigentliche Wunder des Höhepunktes ist, dass wir Menschen die beschriebenen Muskelkontraktionen als Augenblick höchster Lust empfinden. Verantwortlich dafür ist das Gehirn, auch wenn die genauen Abläufe des ekstatischen Gefühls noch nicht zur Gänze erforscht wurden. Klar ist, dass wir das Bewusstsein weitgehend abschalten, Raum und Zeit keine Rolle mehr spielen und die Neuronen besonders in der rechten Gehirnhälfte Salsa tanzen. Dort werden während des Höhepunktes die eigentlich im wachen Zustand vorherrschenden Alphawellen durch Thetawellen abgelöst.

Normalerweise sind diese Wellen während des Übergangs vom wachen in den schlafenden Zustand messbar. Sie sind aber auch für höchste Lustgefühle zuständig.
Wissenschaftlich erwiesen ist auch, dass der präfrontale Cortex, also der Bereich der Großhirnrinde, der für die Bewertung von Sinneseindrücken zuständig ist, während des Höhepunktes quasi ausgeschaltet ist. Darum ist es nahezu unmöglich, während des sexuellen Höhepunktes die Umwelt wahrzunehmen.

Wie wichtig ist ein Orgasmus für guten Sex?

Kommen wir noch einmal auf den Anfang zurück. Pommes Frites schmecken mit Mayonnaise oder Ketchup besonders lecker, man kann sie aber auch ohne den entsprechenden Dipp genießen. Für manch einen ist eine Sauce sogar komplett irrelevant.
Auf den Sex übertragen heißt das: Ein Orgasmus ist toll, aber er ist kein Muss. Der gleichzeitige Orgasmus zweier Partner ist Wunschdenken, vielleicht auch ein typisches Bild aus der Pornografie.

Er ist in der Realität aber eher die Ausnahme und es ist keinesfalls so, dass man sich nur dadurch gegenseitig seine Liebe beweisen könnte.
Sexualtherapeuten raten dazu, dem Orgasmus keine zu große Bedeutung beizumessen. Viel wichtiger ist die Freude an der körperlichen Nähe, der Zärtlichkeit, der innigen Zweisamkeit beim Liebesspiel. Gerade dann, wenn man nicht unbedingt mit ihm rechnet, stellt sich der Orgasmus erfahrungsgemäß besonders gerne ein.

Welche Orgasmusprobleme bei der Faru gibt es?

Auch dieses Phänomen lässt sich recht einfach erklären. Die meisten Orgasmus-Probleme sind nicht körperlicher, sondern psychischer Natur. Stress, ein vollgepackter Terminkalender, aber auch intensive Emotionen oder kreative Denkprozesse können dem Sex und dem Orgasmus entgegenwirken. Anders ausgedrückt: Hat der Kopf bereits intensiv zu tun, muss der Orgasmus eben erst einmal warten.

Die Angst, seinem Gegenüber nicht zu genügen, beim Sex zu versagen oder die Kontrolle zu verlieren wirkt sich ebenfalls negativ aus und rückt den Orgasmus in weite Ferne. In solchen Fällen kann eine Sexualberatung oder Sexualtherapie angeraten sein, um die eigene Psyche wieder in den Griff zu bekommen.
Eine rein körperliche Ursache für das Ausbleiben eines Höhepunktes ist eher selten.

Sind die Nerven geschädigt, kommt das Signal der Erregung nicht mehr im Gehirn an. So kann das Gehirn nur schwerlich den Countdown zum Orgasmus starten. Es ist allerdings möglich, einen Orgasmus auf rein mentaler Ebene zu erleben. Hierfür ist natürlich ein sehr intensives Training notwendig. Für viele Querschnittsgelähmte stellt es allerdings eine Möglichkeit dar, trotz der körperlichen Einschränkung eine erfüllte Sexualität zu erleben.

Es wird ungern über Organsmusprobleme gesprochen

Orgasmus Probleme? Man spricht nicht gerne darüber, sie sind aber gar nicht so selten
Wer einen Orgasmus erleben möchte, muss eine wichtige Lektion über den eigenen Körper verinnerlichen: Man muss bereit sein, für einen kurzen Moment die Kontrolle abzugeben. Für viele Menschen scheint das leichter gesagt als getan zu sein. Ständig wird dann der eigene Erregungszustand geprüft und bewertet.
Kommt der Orgasmus jetzt endlich? Stimmt irgendetwas nicht? Bin ich krank oder so?

Derlei Fragen bedeuten einen immensen Leistungsdruck, erzeugen Stress und sind damit im Hinblick auf den Orgasmus kontraproduktiv. Hier greift das Prinzip der selbst erfüllenden Prophezeiung: Alleine die Frage, warum ein Orgasmus ausbleibt genügt, damit er sich tatsächlich nicht einstellt.
Etwas differenziert ist allerdings die aktive Orgasmus Kontrolle zu bewerten, die viele Männer, gerne auch mithilfe ihres Partners beziehungsweise ihrer Partnerin, betreiben. Durch ein kreatives Spiel mit der eigenen Lust kann man(n) die eigene Erregung kontrollieren, den Liebesakt verlängern und dem Gegenüber dadurch mehr Zeit für einen eigenen Orgasmus (oder sogar für mehrere) geben.

Zum Leistungssport sollte ein solches Unterfangen freilich nicht werden. Denn dann schlägt die Selbstkontrolle rasch ins Gegenteil um, der Orgasmus bleibt aus, dafür stellen sich Versagensängste ein. Manchmal werden diese sogar mit Erektionsproblemen begleitet.

Übrigens: Laut Umfragen hat beinahe jede Frau bereits einen Orgasmus vorgetäuscht oder tut dies sogar regelmäßig. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Frauen tun es ihrer Partnerin oder ihrem Partner zuliebe, um ihr oder ihm eine Bestätigung zu geben. Man hat also das Bedürfnis, dem Gegenüber eine derartige Show zu schulden, damit sie oder er nicht enttäuscht ist. Auch hier besteht aber ein erhöhtes Risiko, dass die Sache nach hinten losgeht und es der Frau zunehmend schwerer fällt, einen echten Orgasmus zu erleben.

Was kann man gegen Orgasmusprobleme tun?

Tipp 1: Mit Vorurteilen aufräumen
Sigmund Freud hat als Urvater der Psychoanalyse ganz klar seine Verdienste. In Bezug auf die Sexualität war er allerdings auf einem vollkommen falschen Dampfer unterwegs. Nach seiner Auffassung könnten Frauen einen klitoralen und einen vaginalen Orgasmus erleben. Allerdings sei der klitorale Orgasmus, wie er sich durch die Masturbation einstellt, „unreif“. Ein „reifer“ Orgasmus stelle sich demnach nur durch die Penetration ein, also wenn ein Penis in die Vagina eindringt.

Zwar könnte man annehmen, dass die antiquierten Ansichten des Psychoanalytikers für die meisten Menschen keine Bedeutung hätten. Tatsächlich waren zahllose Frauen aber jahrzehntelang verunsichert.
Bin ich keine richtige Frau, weil ich keinen vaginalen Orgasmus erlebe? Ist es verboten, mir selbst durch klitorale Stimulation schöne Gefühle zu verleihen?

Mit dem Ende der 1960er Jahre sorgten Sexualforscher endlich dafür, dass die meisten Frauen die Sache deutlich entspannter angehen konnten. Jetzt wurde auch wissenschaftlich bewiesen, dass die nervlichen Reaktionen bei jedem weiblichen Orgasmus die gleichen sind. Vollkommen unabhängig davon also, ob der Höhepunkt durch eine vaginale oder eine klitorale Stimulation zustande kommt.

 

Die Klitoris einfach erklärt

Längst bewiesen ist auch, dass de Klitoris durch ihre Schwellkörper, die bis zu 10 Zentimeter in den Körper hineinreichen, mit ihren hochempfindlichen Nervenenden beim weiblichen Orgasmus grundsätzlich eine wesentliche Rolle spielt. Die freud’sche Unterscheidung von vaginalem und klitoralem Orgasmus hat sich mit dieser Erkenntnis vollständig erledigt. Dennoch unterscheiden die meisten Frauen nach wie vor zwischen den beiden Orgasmus-Varianten. Allerdings nicht unbedingt bewertend da sie einfach beschreiben, welche Bereiche der Scheide und der Klitoris für den Höhepunkt stimuliert werden müssen.

Ein Vorurteil ist übrigens auch, dass die Intensität des Höhepunktes über den Genuss entscheidet. Viele Frauen erleben durch die Stimulation der Klitoris einen besonders intensiven Orgasmus. Trotzdem ist ihnen im Zweifel der innige Liebesakt mit der Partnerin oder dem Partner lieber, auch wenn der Höhepunkt dabei weniger intensiv ausfallen sollte.

Was kann man dagegen tun? Tipp 2: Selbst Hand anlegen und sich besser kennen lernen
Wenn es um das Erkunden der eigenen Sexualität geht, haben es Männer recht einfach. Das Geschlechtsteil liegt so offen vor ihnen, dass sie selbiges bereits in der Kindheit, insbesondere aber während der Pubertät, immer besser erkunden können. Kaum ein Junge, der jetzt nicht die Freude an der Sexualität entdeckt. Meistens beginnt sie mit dem reinen Kopfkino, vielleicht kommen später auch erotische oder gar pornografische Darstellungen als Sex-Booster hinzu. Bis zum ersten Sex dauert es bei den meisten Jungs allerdings noch einige Jahre.

Mädchen haben es mit Ihrer Sexualität schwerer

Zwar lernen sie im Sexualkunde-Unterricht vieles über den eigenen Körper. Allerdings liegen die Bereiche, deren Stimulation Spaß macht, oftmals im Inneren des Körpers. Hier besteht oftmals eine gewisse Scheu, diese Bereiche zu erkunden. Und was im Dunkeln liegt, ist ohnehin nur schwer zu begreifen. Schwellkörper, die sich mit Blut füllen? Bei den Jungs ist dieser Prozess klar erkennbar. Bei den Mädchen indes läuft er im Verborgenen ab.
Da verwundert es kaum, dass Selbstbefriedigung bei Mädchen deutlich weniger verbreitet ist als bei den Jungs. Dabei gilt für beide Geschlechter, dass die Selbstbefriedigung etwas Positives ist. Niemand stört, man kann seine eigene Lust in aller Ruhe selbst erfahren und muss keine Angst haben, etwas Falsches zu tun. Wenn Mädchen oder Frauen die Lust an sich selbst erst einmal entdeckt haben, haben sie deshalb auch kaum Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen.

Längst vorbei sein sollte natürlich auch die Zeit, in der längst überholte religiöse Ansichten die Haltung zu Sexualität und Selbstbefriedigung prägten. Noch in den 1980er Jahren wurde den Jungs auch in Deutschland noch eingeimpft: „Nach tausend Schuss ist Schluss!“ Weibliche Orgasmen wurden nicht nur bei der Selbstbefriedigung, sondern auch beim Sex als unanständig bewertet. Denn wenn man die Sexualität lediglich als Fortpflanzungsmethode betrachtet, ist der Spaß daran nebensächlich oder wird, je nach religiöser Haltung, sogar in ein notwendiges Übel verkehrt.
Schön, dass die heutige Gesellschaft so frei und liberal ist, auch in diesen Hinsichten.

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