Dentalphobie Symptome und Definition – Oralophobie: Die Angst vor dem Zahnarzt

Dentophobie, Oralphobie oder Odontophobie genannt, gehört zu einer spezifischen Phobie

Dentalphobie Symptome und Definition – Oralophobie: Die Angst vor dem Zahnarzt
Dentalphobie Symptome und Definition – Oralophobie: Die Angst vor dem Zahnarzt
Dentalphobie Symptome und Definition – Oralophobie ist die Angst vor dem Zahnarzt. Ängste schützen vor Gefahrensituationen. Doch wenn die überwältigende Angst die Alltagssituationen betrifft, wie den Kontrollbesuch beim Zahnarzt, so wird sie als Oralophobie, bzw. Dentalphobie eingestuft. Tatsächlich ist davon auszugehen, dass bis zu 80% der Bevölkerung unter der Angst vor dem Zahnarzt leiden und immerhin 20% unter einer Phobie. Deshalb rückt diese zunehmend in das Blickfeld der psychologischen Forschung. Die Angst vor dem Zahnarzt, sprich Dentalphobie oder auch Oralophobie tritt natürlich sofort auf, wenn annähernd Zahnschmerzen bekommen, bei den Kindern Karies auftritt oder die Plombe ist beim Kauen rausgekommen.

Wie äußert sich die Dental-Phobie?

Dentalphobie Symptome und Definition. Die Angst vor dem Zahnarzt äußert sich durch Unruhe, Anspannung, usw. Jede angstbehaftete Situation wird von sogenannten Phobie Zeichen begleitet. Im schlimmsten Fall sind diese so stark ausgeprägt, dass eine zahnärztliche Behandlung nicht mehr möglich ist. Neben allgemeiner Unruhe sind typische Symptome: Ein schneller Herzschlag, eine beschleunigte Atmung und muskuläre Anspannung, häufig begleitet von einem trockenen Gefühl im Mund und Schweißausbrüchen bis hin zur Panikattacke. Dabei ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Symptome einer Panikattacke nicht lebensgefährlich sind und wieder abklingen.

Wie entsteht die Angst vor dem Zahnarzt?

Ängste entstehen in einem Lernprozess. Die spezifische Angst vor dem Besuch beim Zahnarzt erklären sich Psychologen mit dem Modell der klassischen Konditionierung. Eine schlechte, unter Umständen schmerzbehaftete Erfahrung bei einem vergangenen Zahnarztbesuch führt dazu, dass auch in Zukunft der Zahnarztbesuch als sogenannter konditionierter Stimulus eine entsprechend konditionierte Angst als emotionale Reaktion hervorruft.

Dabei steht die Entwicklung dieser Angst jedoch in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Zahnarztbesuche. Je häufiger ein Zahnarztbesuch ohne Schmerzen erlebt wird, desto eher wird der Zahnarztbesuch als konditionierter Stimulus seinen Angstwert verlieren. Dieser Prozess wird wissenschaftlich als latente Inhibition bezeichnet und sie ist die Grundlage für die Vorgehensweise in der Verhaltenstherapie. In Studien konnten außerdem Zusammenhänge zwischen Ängsten mit klinischer Relevanz und gering ausgeprägter Selbstwirksamkeit von Kindern festgestellt werden.

Mit welchen weiteren Störungen ist Dentalphobie, Oralophobie,
die Angst vor dem Zahnarzt komorbid

Das bedeutet, dass Kinder, die sich fremden Situationen schnell hilflos ausgeliefert fühlen, ein höheres Risiko haben eine Angststörung, beispielsweise der Angst vor dem Zahnarzt, zu entwickeln. Dies gilt für den Zahnarztbesuch im besonderen Maße. Die Mundhöhle ist mit ihrer zahlreichen nervlichen Versorgung ein besonders sensibler, schmerzempfindlicher Raum. Es gehört großes Vertrauen dazu, diesen für ein Gegenüber zu öffnen, weshalb die Oralophobie häufiger im Zusammenhang mit generalisierten Angststörungen, Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörung auftreten.

Was tun bei der Angst vor dem Zahnarztbesuch?

Vorbeugend sollten Kinder regelmäßig an Zahnarztbesuchen ohne schmerzhafte Untersuchung teilnehmen. Dafür eignet sich zum Beispiel die Zahnputzschule. So wird der Besuch beim Zahnarzt zur Routine und der Dentalphobie/Oralophobie, der Angst vor dem Zahnarzt wird vorgebeugt. Mit Selbstregulierungstechniken, wie Atemübungen und autogenem Training, lässt sich lernen mit der Aufregung umzugehen. Bei bereits bestehender Angst sollte man einen Zahnarzt mit Spezialisierung auf Angstpatienten aufsuchen.

Angstpatienten sollten sich vor einer Behandlung viel Zeit nehmen, die Praxis und die Mitarbeiter kennenzulernen. Werden die Ängste offengelegt, so wird mit viel Einfühlungsvermögen die weitere Vorgehensweise gemeinsam mit dem behandelnden Arzt besprochen. In extremen Fällen der Dental-Phobie übernimmt die Krankenkasse nach entsprechender psychologisch gesicherten Diagnosestellung auch die Kosten für unterstützende Maßnahmen.

Dazu gehören zum Beispiel die Anwendung von Lachgas zur Angstminderung, sowie auch leichte Sedierungen oder Hypnose. In Notfallsituationen besteht die Möglichkeit zur Anästhesie, also zur Betäubung. Je nach Indikation bieten sich dabei lokale, also örtlich begrenzte Anästhesien, seltener auch Vollnarkosen an. Unabhängig von den medizinischen Möglichkeiten, ist bei Oralophobie, bei der Angst vor dem Zahnarzt ratsam in extremen Fällen psychologische Unterstützung zu Rate gezogen, verbunden eventuell mit einer Verhaltenstherapie.

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