Intelligenz und IQ

Wovon und womit ist Intelligenzquotient verbunden

Intelligenz und IQ
Intelligenz und IQ
Den Begriff Intelligenz zu definieren, ist gar nicht so leicht. Das liegt daran, dass man Intelligenz meistens mit dem IQ, dem ‚Intelligenzquotienten‘, gleichsetzt. Dieser stellt einen Normwert dar, der im Zuge der Intelligenzmessung bei einem Test unter gleichaltrigen Menschen genutzt wird. Der dabei gemessene Wert bezieht sich jedoch auf einen spezielleren Teilbereich. Intelligenz und IQ hierzu später noch mehr.

Bei welchem IQ ist man intelligent?

In der Forschung und in ihren Anwendungsbereichen einigte man sich im Laufe der Zeit auf die 100, um mit ihr einen durchschnittlichen IQ anzugeben. Daraus lassen sich nach unten, wie oben auf der Skala verschiedene Bereiche abgrenzen: IQ, Intelligenzminderung IDC 10 – F70-F79

  • unter 20 liegt schwerste Intelligenzminderung (weitere Begriffe: Idiotie, schwerste geistige Behinderung, schwerste Oligophrenie)
  • schwere Intelligenzminderung liegt zwischen 20-34
  • mittelgradige Intelligenzminderung 35-49 (weitere Begriffe: Imbezillität)
  • zwischen 59-70 liegt leichte Intelligenzminderung
  • zwischen 70 und 85: unterdurchschnittliche Intelligenz
  • zwischen 85 und 115: durchschnittlicher IQ
  • zwischen 115 und 130: überdurchschnittliche Intelligenz
  • über 130: Hochbegabung

Bei der Intelligenzminderung sind auch weitere Fertigkeiten und Fähigkeiten beeinträchtig, wie z.B. Kognition, Sprache, Motorik. Genauso wie soziale Fähigkeit. Oft tritt eine Intelligenzminderung mit einer anderen körperlichen oder psychischen Störung auf.

Allerdings sollte man IQ-Test und den damit verbundenen Ergebnissen kein Gewicht über Gebühr beimessen. Das liegt vor allem daran, dass die Ergebnisse in Abhängigkeit von der Test Art und den teilnehmenden Personen unterschiedlich ausfallen können. Zudem zielen viele gängige IQ-Test auf das logisch-mathematische Können ab. Bei diesem handelt es sich aber nicht um die einzige Intelligenzform.

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Ist IQ gleich Intelligenz?

Nein. Wie bereits beschrieben handelt es sich beim IQ um eine Intelligenzschätzung, die sich auf das logisch-mathematische Wissen fokussiert. Zudem ergibt sie sich aus der Anwendung eines standardisierten Test ergibt.
Die Schwierigkeit dabei liegt also in der Abfrage eines ganz speziellen Teilbereich. Neue Forschungsansätze wie beispielsweise der von Howard Gardner an der Haward University definieren Intelligenz aber differenzierter. Und zwar als allgemeine Fähigkeit, Menschen und die Funktionsweise von Dingen zu analysieren, geschickt zu argumentieren und offen für Neues zu sein und immer weiter dazuzulernen.
Im Rahmen dieses viel breiteren Intelligenzbegriffes unterscheidet er folglich diverse Teilbereiche, die ineinander verwoben sind. Diese umfassen unter anderem sprachliche, musikalische, mathematische, räumlich-visuelle, körperkinästhetische, zwischenmenschliche, emotionale und kollaborative Aspekte.

Was sagt der IQ über die Intelligenz aus?

Tatsächlich lässt der IQ lässt Rückschlüsse darauf zu, wie ausgeprägt das mathematisch-logische Denken einer Person im Vergleich zu dem anderer Personen ist. Die bereits genannten Richtwerte, die beim Einschätzen der individuellen Intelligenz zugrunde liegen, sind aber mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.
Das liegt daran, dass den IQ Tests ein bestimmtes Intelligenzkonzept zugrunde liegt. Dieses basiert vor allem auf einer hohen Geschwindigkeit bei der Bearbeitung der Fragestellungen. So passiert es schnell, dass jemand mit einer anderen kulturellen Prägung einen irritierenden Wert angezeigt bekommt. Einen Wert, der seine tatsächlichen Fähigkeiten nicht widerspiegelt. Beispielsweise, wenn derjenige aus einer Gesellschaft stammt, in der (nahezu) blitzartig getroffene Entscheidungen als nicht bedacht gelten.
Darüber hinaus gibt es – wie bereits gesagt – verschiedene Arten von Intelligenz. Sie alle werden in den klassischen IQ Tests oft nicht berücksichtigt, spielen aber ebenfalls wichtige Rollen. Von daher ist der IQ (Test) nur eines von mehreren Werkzeugen, um die Intelligenz einer bestimmten Person abzubilden.

Ist der IQ altersabhängig?

Ja. Bei Intelligenz und IQ liegt es daran, dass sich sowohl das Sprachvermögen. der Wortschatz, das abstrakte und das analytische Denken bei Kindern und Jugendlichen erst vervollkommnen müssen. Logischerweise weichen die IQ-Tests für unterschiedliche Altersklassen (Kinder und Erwachsene) deswegen voneinander ab.
Auch schwankt der IQ bei Erwachsenen tendenziell nur geringfügig. Im Kinder- und Teenager-Alter kann dies durch den Entwicklungsprozess des Körpers und speziell des Gehirns noch ganz anders aussehen.

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In welchem Alter ist der IQ am höchsten?

Kinder und Jugendliche müssen wesentliche, für die IQ-Messung relevanten Kompetenzen erst ausbilden. Folglich schneiden die meisten von ihnen im Vergleich zu Erwachsenen schlechter ab. Das gilt zumindest beim Absolvieren eines standardisierten Erwachsenen-Tests. Es lohnt sich also, auf die extra auf junge Menschen ausgerichteten Tests zurückzugreifen.
Die höchsten Werte erreichen ansonsten oftmals Personen zwischen 40 und 50 Jahren. Bei ihnen scheinen sich bereits erworbenes Wissen und die Fähigkeiten, sich schnell auf neue Situationen einzustellen, Informationen zu verarbeiten und zügig zu lernen, ideal zu ergänzen.

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