Was löst Stress aus?

Welche Symptome können Stress auslösen

Was löst Stress aus?
Was löst Stress aus?
Typische Symptome bei Stress kennt daher jeder Mensch: Das Ess- und Schlafverhalten ist beeinträchtigt, man ist schneller gereizt, nervös und weniger stressresistent. Dabei ist auch eine Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit ein häufiges Zeichen von Stress. Was löst Stress aus ist daher bekannt.

Dementsprechend sind Auswirkungen auf die Verdauung bekannte und häufige Stresssignale. Entsprechend sind Magenschmerzen, Sodbrennen, Durchfälle, Verstopfungen oder Blähungen haben also nicht zwingend körperliche Ursachen.

Ist die Konzentration an Stresshormonen (zum Beispiel Cortisol) über lange Zeit erhöht, ist es allerdings möglich körperlichen Beschwerden zu erkennen.

Was löst Stress aus als negativer Effekt auf die Schilddrüse, das Immunsystem, den Verdauungstrakt und die Sexualfunktion kann sich bei Dauerstress zu einem umfassenderen Problem auswachsen. Das Immunsystem wird eventuell so geschwächt, dass der Organismus anfälliger wird für Infekte oder Entzündungen.

Kurzfristige Folgen was löst Stress aus:

  • Anspannung
  • Nervosität
  • Gereiztheit
  • Überempfindlichkeit
  • Energieverlust
  • Interessensverlust
  • Unkonzentriertheit
  • Verspannungen
  • Magenprobleme
  • Verdauungsprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen

Im Verhalten kann dies zu Gereiztheit, Aggressivität sowie erhöhtem Konsum von Alkohol, Medikamenten, Nikotin und anderen Suchtmitteln führen.

Langfristige Folgen was löst Stress aus:

  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Angstzustände
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Erschöpfung
  • Hilflosigkeit
  • Psychosomatische Störungen
  • Herz-Kreislauf-Störungen
  • Haltungsschäden
  • Diabetes
  • Magengeschwüre

Dies wiederum kann dabei zu häufigem Fernbleiben vom Arbeitsplatz, sozialer Isolation und Konflikten in der Partnerschaft führen.

Was ist psychischer Stress?

Man unterscheidet dabei physischen und psychischen Stress. Ersterer beispielsweise entsteht durch körperliche Schmerzen, aber auch durch Durst, Atemnot, Hunger oder Schlafentzug. Psychischer Stress hingegen bezieht sich auf Stressfaktoren. Diese haben dadurch zunächst keine unmittelbaren körperlichen Auswirkungen. Stress am Arbeitsplatz ist dafür ein typisches Beispiel.

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Was ist psychischer Stress
Was ist psychischer Stress

Psychischer Stress kann entstehen durch:

  • Ein geringes Selbstwertgefühl
  • Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes
  • Überforderung
  • Mangelndes Feedback
  • Fehlende Anerkennung der eigenen Arbeit
  • Fehlende Unterstützung durch Kollegen oder Vorgesetzte
  • Ungelöste Konflikte
  • Diskriminierung und Mobbing
  • Genereller Leistungsdruck
  • Konkurrenzdruck

Die meisten Menschen assoziieren daher Stress mit negativen Gefühlen wie Anspannung und Frustration. Allerdings muss eine kurzfristig erhöhte Belastung nicht zwangsläufig schädlich sein. Darum ist in verschiedene Stress-Arten zu unterscheiden. Sie besitzen darüber hinaus jeweils eigene Merkmale und Symptome.

Was löst Stress aus und welche Auswirkungen hat er?

Eustress

ist positiver Stress. Er versetzt den Körper in die Bereitschaft erhöhter Leistungsfähigkeit. Dieser schadet dem Körper aber nicht. Bewirkt wird also eine auf das Optimum erhöhte Leistungsfähigkeit des Körpers. Eustress versetzt verschiedene Menschen durch angenehme Glücksmomente in einen positiven Rausch.

Distress

hingegen macht sich bei Überlastung oder Überforderung bemerkbar. Die Anforderungen an Körper und Psyche sind durch das Körpersystem nicht zu leisten. Es ist also erforderlich, dass der Mensch bei Distress selbst aktiv wird. Es sind Maßnahmen zur Stressbewältigung einleitet.

Distress wird zudem noch in den chronischen und den episodisch-akuten Stress unterteilt.

Episodisch-akuter Stress

Hier handelt es sich um ein Phänomen das in der westlichen Zivilisation schon Kinder betrifft. Bei diesen ist Stress nicht minder schädlich. Es bedeutet schlicht, dass der Mensch nach einer erlebten Anspannung nicht ausreichend viel Ruhe bekommt. Die Ruhe ist wichtig um sich wieder davon zu erholen. Menschen, die unter episodisch-akutem Stress leiden, sind meistens in Eile und fühlen sich allgemein gehetzt. Die Bewältigung einer Aufgabe erfüllt sie nicht mit einem Gefühl der Zufriedenheit. Sie verbuchen die Bewältigung einer Aufgabe allenfalls als Etappenziel. Die eigene Freizeit wird als Stress empfunden – was eigentlich ein Widerspruch in sich ist.

Chronischer Stress

ist die gefährlichste Stressform. Bei dieser Form wird die negative Belastungen zu einem Dauerzustand. Es ist eine professionelle Behandlung in der Regel unerlässlich. Denn chronischer Stress schwächt das Immunsystem und sorgt für eine vorzeitige Zellalterung.

Ein schleichendes Burnout ist ein stetiges Risiko für chronisch gestresste Menschen. Viele Betroffene sind darum nicht mehr in der Lage, eine Lösung für ihr Problem zu finden. Sie fühlen sich der Lage hilflos ausgeliefert.

Dennoch gewöhnen sich die Menschen an die stressigen Situationen. Darüber hinaus nehmen es die betroffenen Menschen selbst nicht mehr wahr. Gleichzeitig verschlechtern sich körperliche und emotionale Gesundheit des Betroffenen in zunehmendem Maße.

Was macht Stress mit dem Körper?

Die Wahrnehmung von Stress erfolgt durch äußere Reize über Sinnesorgane

  • Augen
  • Ohren
  • Nase

Nach der Weiterleitung der Reize an bestimmte Areale im Gehirn erfolgt deren Analysierung und Bewertung.

Die Amygdala ist dabei eines der wichtigsten Areale. Im Gehirn spielt sie die Rolle des Angstzentrums, außerdem spielt sie generell bei der Verarbeitung von Emotionen eine wichtige Rolle. Wenn das Gehirn eine neue Situation als potentiell gefährlich einstuft, wird die Amygdala aktiviert. Sie setzt die Stresshormone Cortisol und Adrenalin frei. Dies sorgt für eine Anspannung der Muskeln und eine Erhöhung des Blutdrucks. Ebenso ist eine schnellere und flachere Atmung zu erkennen.

Der Körper soll bei einer tatsächlichen Gefahr schneller reagieren können und gleichzeitig Energie sparen. Daher werden Verdauung und Sexualfunktion temporär gehemmt. Außerdem wird vermehrt Blut in die Muskeln geleitet und der Blutzuckerspiegel erhöht, sodass die Sauerstoffversorgung und die Energieleistung optimiert sind. Der gesamte Körper befindet sich also in Alarmbereitschaft.

Kann Stress Entzündungen auslösen?

Reine Nervensache? Man könnte dies in Bezug auf psychischen Stress annehmen, doch dies ist leider nicht der Fall. Mediziner wissen, dass gestresste Personen häufiger unter Herzbeschwerden leiden und durch stressbedingte Gefäßverengungen jedes Organ des Körpers in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Auf welche Weise psychische Belastungen dem Körper darüber hinaus noch schaden können, ist allerdings noch nicht ausreichend erforscht. Im Fachmagazin „The Lancet“ zeigen Harvard-Mediziner um Ahmed Tawakol, wie chronischer, durch das Hirn gesteuerter Stress dem Herz und den Blutgefäßen zusetzen kann.

Hierfür untersuchte das Team etwa 300 Erwachsene mittleren Alters. Bei Personen, die über starke Stressbelastung klagten, war die Nervenaktivität der Amygdala erhöht, außerdem waren die Adern dieser Teilnehmer weniger durchlässig und stärker verhärtet. Unter Stress gehen von diesem sogenannten Mandelkern offenbar Signale an das Knochenmark und andere Regionen des Körpers, um vermehrt weiße Blutkörperchen und bestimmte Entzündungsstoffe zu produzieren.

“Werden psychische Belastungen reduziert, dient das dem Wohlgefühl und der Gesundheit“, so das Zwischenfazit der Mediziner.

Was löst Stress aus mit chronischen Folgen

Chronische Entzündungen im Körper werden angeregt, ohne dass für diese eine Infektion oder ein Krankheitskeim erforderlich wäre. Dieser Vorgang wird von den Medizinern als Inflammation bezeichnet. Dementsprechend wird er als stetiger, allgegenwärtiger Aggressionsherd im Körper verstanden. Es ist möglich, dass Gewebe und die Wände von Arterien angegriffen werden. Diese werden daraufhin rigider und dicker. Die naheliegende Folge sind vorzeitige Gefäßverengung und damit Krankheiten wie Angina Pectoris, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Durch Scans von Gehirn und anderen Regionen des Körpers konnten Forscher nachweisen, dass eine erhöhte Amygdala-Aktivität einherging mit einer erhöhten Konzentration von entzündungsfördernden Substanzen. In klinischen Studien zeigte sich, dass die Blutgefäße der Probanden bei einer erhöhten Aktivität der Amygdala stärker beeinträchtigt waren und sich das Infarktrisiko um nahezu 60 Prozent erhöhte.

“Genauso wie nach anderen Risikofaktoren für Herzkreislaufleiden sollte routinemäßig auch nach chronischem Stress gefragt und die Behandlung danach ausgerichtet werden”, ist Tawakols Schlussfolgerung. “Werden psychische Belastungen gezielt reduziert, dient das nicht nur dem Wohlgefühl, sondern hat handfeste Auswirkungen auf die Gesundheit.”

Mediziner aus Großbritannien trugen bereits in früheren Analysen umfangreiche Daten zusammen die anzeigten, dass psychischer Stress und negative Gefühle das Risiko für Infarkte und Schlaganfälle fast ebenso stark erhöhten wie das Rauchen. Sie trugen sogar stärker dazu bei als bekannte Risiko-Faktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte.

Wie wirkt sich Stress auf das Nervensystem aus
Wie wirkt sich Stress auf das Nervensystem aus

Wie wirkt sich Stress auf das Nervensystem aus?

Stress ist für viele Menschen ein längst alltäglicher Begleiter. Dies bleibt für das vegetative Nervensystem freilich nicht folgenlos.

Stress ist ein eher schwammiger Begriff, der für viele Arten von körperlichen wie seelischen Belastungen gebraucht wird.

Der sogenannte Sympathikus, das sympathische Nervensystem ist maßgeblich an Stresssymptomen beteiligt. Genau wie auf andere Teile des vegetativen Nervensystems hat der Mensch hier keinen willentlichen Einfluss. Der Sympathikus wird von Schaltzentralen im Gehirn geleitet. Dort wird der Hypothalamus stimuliert. Von diesen Schaltzentralen gelangen die Signale in das Rückenmark auf Höhe des Brust- und Lendenbereiches.

Von dort aus werden die Signale über den sogenannten Grenzstrang weitergeleitet. Dabei handelt es sich um ein links und rechts neben dem Rückenmark laufendes Nervenbündel. Dieses leitet die Signale schließlich in die Strukturen des Körpers. Beispielsweise also in die Organe, die Drüsen oder die Blutgefäße.

Wie wirkt sich der Sympathikus bei Stress aus

Der Sympathikus erfüllt dabei zahlreiche Funktionen. Ferner wird der Körper auf die erhöhten Anforderungen einstellen. Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin beschleunigen die Puls- und Atemfrequenz. Außerdem wird der Blutdruck erhöht. Dadurch wird die Durchblutung der Muskulatur gesteigert. Die Atemwege weiten sich aus um die Organe mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen. Genauso setzt die Leber Zucker frei. Deswegen wird dem Körper mehr Energie zur Verfügung gestellt.

Die Funktion des Sympathikus kann in Extremsituationen des Überlebens wichtig sein. Sie mobilisiert zusätzliche Kräfte. Dabei wird eine bestimmte Situation schnell bewältigt. Dies ist zurückzuführen auf einen Instinkt aus der Urzeit: Bei Gefahren wird eine schnelle Flucht möglich.

Neben dem beschriebenen, „schnellen“ Weg über den Sympathikus verfolgt die Amygdala auch einen langsameren. Sie informiert auch dem Hypothalamus über die sich anbahnende Gefahr. Auch dieser schüttet daraufhin hormonelle Botenstoffe aus. Beispielsweise wird das Corticotropin-releasing-Hormon ausgeschüttet.

Es wirkt auf die Hirnanhangdrüse. Es bewirkt hier die Ausschüttung des Hormons Adrenocorticotropin (ACTH). Dieses gelangt über das Blut zur Nebennierenrinde. Ehe es hier für die Ausschüttung des Hormons Kortisol sorgt. Dieses lebenswichtige Glukokortikoid ist lebenswichtig. Des weiteren steuert es viele körperliche Funktionen. Im Übermaß ist eine Schädigung des Körpers möglich.

Die Hormone bewirken beim Stress gemeinsam:

  • Die Beschleunigung des Atems
  • Einen Anstieg von Puls und Blutdruck
  • Eine verstärkte Produktion von Blutzucker durch die Leber
  • Eine erhöhte Produktion von roten, sauerstofftransportierenden Blutkörperchen
  • Die Weitung der Adern für eine bessere Durchblutung der Muskulatur
  • Eine Steigerung des Muskeltonus‘, oft einhergehend mit Zittern, Fußwippen oder Zähneknirschen
  • Ein schnelleres Gerinnen des Blutes, zum Schutz des Körper vor Blutverlust
  • Eine verstärkte Produktion von Botenstoffen für die Immunabwehr
  • Eine Unterdrückung der Verdauung und der Sexualfunktion
Was macht Stress mit dem Körper
Was macht Stress mit dem Körper

Die Amygdala setzt allerdings nicht nur eine Stressreaktion in Gang. Gleichzeitig veranlasst sie auch eine Gedächtnisregion im Gehirn. Denn es wirkt auf den sogenannten Hippocampus. Damit wird die stressauslösende Situation möglichst genau eingeprägt. Dies ermöglicht sich vor dem stressauslösenden Faktor künftig in Acht zu nehmen. Tritt die Situation erneut auf, ist es möglich die beschriebene Stressreaktion beschleunigt abzuarbeiten.

Was Stress auslöst zeigt sich in der Forschungen. Chronischer Stress ist womöglich für die Zellfortsätze im Hippocampus schädlich. Diese sind als Teil der Nervenzelle allerdings wesentlich für die Aufnahme von Informationen verantwortlich. Sobald sie schrumpfen, schrumpft auch die Gedächtnisleistung.

Die Amygdala ist auch mit dem aktiv denkenden Teil des menschlichen Gehirns verbunden. Vor allem gilt dies für den entwicklungsgeschichtlich jüngsten Teil des Gehirns. Es ist der Stirnlappen. Dieser ist wesentlich für die Emotionskontrolle verantwortlich. Er befindet sich hinter der Stirn und nennt sich auch präfrontaler Cortex.

Logisches Denken und Analysieren der eigenen Emotionen

Er hilft dem Menschen dabei die Kontrolle der Emotionen. Durch logisches Denken und Analysieren die wird die eigene Emotionen beeinflusst. Damit spielt er eine wichtige Rolle bei der Einschätzung. Somit beeinflusst ein Stressor ob eine Situation bewältigt wird oder nicht. Durch chronischen Stress ist es möglich, das der präfrontale Cortex sich verändert. Das Treffen sinnvoller Entscheidungen wird somit möglicherweise erschwert.

Glücklicherweise besitzen die meisten Menschen eine natürliche Stressbremse. Wenn das Stresshormon Kortisol in ausreichendem Maße im Blut vorhanden ist, registrieren dies bestimmte Rezeptoren im Drüsensystem. Darüber hinaus wird es im Gehirn registriert. Daraufhin wird die Produktion von weiterem Kortisol gestoppt. Der parasympathische Teil des Nervensystems wird aktiv. Deswegen kommt der Körper zur Ruhe und wird aktiv. Dies sorgt also für eine Beruhigung und Entspannung.  

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