Wie lässt sich Glück steigern?

Kann ich das Glück steigern? Und, wenn ja, wie mache ich es?

Wie lässt sich Glück steigern?
Wie lässt sich Glück steigern?
Ein glückliches Leben basiert zunächst einmal auf einer tendenziell positiven Grundeinstellung zum Leben und weiteren Faktoren. Wie lässt sich Glück steigern?

  • Sinn,
  • bereichernden sozialen Beziehungen und Empathie,
  • Aktivität sowie
  • dem Erreichen von selbst gesteckten Zielen.
    Sicherlich spielt auch das sogenannte Zufallsglück in bestimmten Situationen dabei keine ganz unwesentliche Rolle. Doch es gibt einige Möglichkeiten, dem Glück selbst ein wenig auf die Sprünge zu helfen!

So vergrößert sich die Chance auf glückliche Momente und Phasen

Versuch macht klug – Neues ausprobieren
Menschen gewöhnen sich sehr schnell an bestimmte Gegenstände und Situationen, die immer wieder gleich ablaufen. Da das Gehirn diese in der Konsequenz jedoch als bekannt einsortiert, werden sie als Glücksfaktoren meistens nicht mehr anerkannt. Es lohnt sich daher, neue Dinge auszuprobieren oder bereits Bekanntes immer wieder abzuändern. Gute Beispiele dafür sind Fortsetzungssprachkurse oder das Erlernen von Sportarten, die komplett andere Bewegungsmuster erfordern. Dabei geht es selbstverständlich nicht darum, sich zu überfordern. Doch eine gewisse Herausforderung darf es schon sein, wenn das Erfolgs- und Glückspotenzial möglichst weit ausgeschöpft werden soll.

In den Flow geraten

Das Vergessen von Raum und Zeit und das In-dem-Aufgehen, was man in der jeweils aktuellen Situation tut, wird von Glücksforschern oftmals auch aus Flow bezeichnet. Welche Tätigkeiten diesen Flow auslösen, ist sehr individuell. Während es bei einem Menschen die aktive Auseinandersetzung mit Musik oder Literatur ist, ist für jemand anderen vielleicht das Sportprogramm und für jemand Dritten der Umgang mit Tieren oder Lebensmitteln dafür vorteilhaft. Von daher lohnt es sich, viele verschiedene Optionen auszuprobieren. Wichtig zu wissen ist dabei allerdings, dass sich der Flow nicht erzwingen lässt – und dass schon eine gewisse Aktivität für seine Auslösung relevant ist. Also runter vom Sofa, weg vom Fernseher und raus ins wahre Leben!

Gezielt bereichernde soziale Kontakte pflegen

Verschiedene Studien haben erwiesen, dass Menschen als soziale Wesen andere Personen in ihrem Umfeld benötigen. So zeigte sich, dass das Cortison-Level (ein Indikator für Stress) bei den Menschen mit vielen sozialen Kontakten durchschnittlich geringer war als bei denen, die weniger Kontakte pflegten. Dabei kommt es aber natürlich auch darauf an, dass die damit verbundenen Beziehungen nicht toxischer Natur sind. Es gilt also, die Verbindung zu den Personen zu vertiefen, die einen sowohl fordern als auch fördern und die positiv bereichernd und wertschätzend gestaltet sind.

Zeit ist Geld … oder auch nicht

Wer direkt in der Nähe seiner Arbeit wohnt, verbringt weniger Zeit auf der Straße und in Staus und hat damit mehr Raum für Projekte, die ihm wirklich am Herzen liegen. Diese können selbstverständlich mit der Arbeit zu tun haben, müssen es aber nicht. Wobei es insgesamt schon sehr sinnvoll ist, bei der Arbeit im Sinne der Glücksoptimierung zu schauen, ob sie einen tatsächlich erfüllt. Wie lässt sich Glück steigern?

Immerhin haben diverse Forschungsarbeiten bereits gezeigt, dass der Einfluss von Geld auf unser Glücksgefühl deutlich geringer ist als der der seelischen Erfüllung. Somit ist die Frage, ob sich ein Umzug nur für die Erwirtschaftung von mehr Geld lohnt, durchaus berechtigt. Zuweilen erweist sich nämlich ein Verzicht auf mehr Geld in Kombination mit mehr Lebensqualität als wesentlich bessere Variante.

Die Wahrnehmung positiver Gefühle trainieren

Das Bewusstsein für gute Gefühle lässt sich durchaus trainieren. Womit sich nicht per se das Glück an sich steigert; doch durch die bewusstere Wahrnehmung lässt sich das, was an Glück vorhanden ist, besser erkennen und wertschätzen. Sehr bekannte Methoden in diesem Rahmen sind beispielsweise:

  • die Dankbarkeitsübung / das Erfolgstagebuch (Was ist mit warum gut gelungen? Warum erfüllt mich das ganz besonders?) oder
  • der Wertschätzungsbesuch (Wer bereichert mein Leben und wie möchte ich ihm das gegenüber aktiv zum Ausdruck bringen?).
    Wichtig dabei ist aber so oder so, sich selbst nicht dazu zu zwingen, Dankbarkeit und Wertschätzung zu erfinden. Sie erfüllen ebenso wie der Flow viel mehr, wenn sie den Raum zum Entstehen erhalten und dann von alleine kommen.

Negative Gefühle nicht vermeiden, sondern konstruktiv einbeziehen

Eine der vielleicht wesentlichsten Erkenntnisse nun zum Schluss: Glück zieht oftmals Glück nach sich. Aber auch nach einem Unglück passiert es nicht selten, dass der Eindruck entsteht als würde alles auf einmal kommen – und zwar knüppeldick. Daher hilft es, sich vor Augen zu führen, dass Enttäuschungen und Ärger gängige Bestandteile das Lebens sind und somit auch hingenommen und bewältigt werden wollen. Insofern ist der von Barbara Fredrickson vorgeschlagene „3-zu-1-Quotient“ (drei positive Erlebnisse auf ein negatives Ereignis) vielleicht eine sinnvolle Möglichkeit, mit Problemen umzugehen und sie dafür zu nutzen, sich klarzumachen, was ansonsten eigentlich doch alles ziemlich gut läuft.

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