Wie trainiere ich mein Gehirn im Alter?

Wie trainiere ich mein Gehirn im Alter?
Wie trainiere ich mein Gehirn im Alter?
Die gute Nachricht zuerst. Selbst im Alter ist das Gehirn prinzipiell in der Lage, Nervenzellen sowohl neu zu bilden als auch miteinander zu vernetzen. Wie trainiere ich dann mein Gehirn im Alter, damit es effizient ist und bleibt? Wesentlich dabei ist allerdings, dass ein Training nicht in Form eines stupiden Auswendiglernens besteht. Vielmehr sollte es darum gehen, dem Gehirn neues Futter zu geben. Beispielsweise, indem man an andere Orte reist und versucht, sich dort zu orientieren. Oder indem man neue Menschen kennen lernt oder mit bereits bekannten etwas Neues unternimmt.

Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Spielen, mit denen man seinem Gehirn etwas Gutes tut. Dazu zählen unter anderem

  • Puzzles,
  • Logik- und Gedächtnisspiele wie Memory oder Sudoku,
  • Zahlenrätsel (Addieren, Gegenstandsgrößen-Schätzungen und Co.),
  • Schreib- und Leseübungen (rückwärts oder auf dem Kopf, etc.)
  • Oder das Erlernen vom Mnemotechniken (wie der Loci-Technik beziehungsweise dem Zahl-Form-System).
    Alternativ freut es sich über ein Nebenher-Training. Zum Beispiel in Form der bewussten Aufnahme, vielleicht sogar dem komprimierenden Mitschreiben von Informationen bei Vorträgen und bei Museumsbesuchen, die man besonders spannend findet. So lässt sich das Angenehme bequem mit dem Nützlichen verbinden.

Wie kann ich mein Gehirn gegen Vergesslichkeit trainieren?

Hierfür bieten Übungen wie Mnemotechniken oder Memoryspiele an, die die Merkfähigkeit gezielt ansprechen. Als sinnvolle Ergänzung dienen übrigens auch kognitive Übungen, um die es im Beitrag „Welche Übungen fürs Gedächtnistraining?“ etwas ausführlicher geht.
Darüber hinaus ist es wichtig, regelmäßig, aber abwechslungsreich zu trainieren. Verkommt etwas nämlich zur Routine, wird es für das Gehirn deutlich weniger interessant und der Mensch lernt nichts Neues. Und dann speichert dieses die damit verbundenen Informationen im suboptimalen Fall deutlich schlechter ab.

Wie kann ich im Alter geistig fit bleiben?

Wer noch nicht an einer Demenzerkrankung leidet, sollte seine Routinen immer wieder ein wenig abwandeln. Wie einen neuen Ort oder neues Werkzeug für bestimmte Tätigkeiten zu nutzen. Also

  • in einem anderen Raum zu bügeln,
  • in einem anderen Park spazieren zu gehen,
  • sich die Haare mit der nichtführenden Hand zu kämmen oder
  • eine neue Sprache zu lernen.
    Ergänzend ist es sehr sinnvoll, möglichst viele Sinne zu involvieren und eine komplexe Tätigkeit auszuführen. Man denke an
  • das Tanzen zu einem noch unbekannten Lied,
  • das Kochen mit
    von anderen ausgesuchten Zutaten oder
  • den Besuch von interaktiven Museen.
    Menschen, die bereits an einer Demenz erkrankt sind, gehen ebenfalls idealerweise möglichst komplexen Tätigkeiten nach. Man muss jedoch sicherstellen, dass sie sich dabei nicht gefährden, dass sie ein gewisses Erfolgserlebnis haben und dass es weder zur Überforderung noch zur Verängstigung kommt.

Was hilft gegen Vergesslichkeit im Alter?

Vergesslichkeit im Alter lässt sich häufig nicht vermeiden, oftmals jedoch etwas eingrenzen. Daher haben wir dieses Mal für sie diesen Artikel vorbereitet – wie trainiere ich mein Hirn im Alter. Das sind schon sehr gute Nachrichten für die Zukunft. Natürlich sollte man heute schon anfangen etwas täglich dazu beitragen, dass man gesund lebt, sich regelmäßig bewegt und auch Stress meidet.
Dazu trägt es wesentlich bei, wenn man auf die Signale des eigenen Körpers auch achtet. Dabei ist es wichtig, dass man ausreichend schläft, trinkt und sich ausgewogen ernährt. Doch auch die Bedürfnisse nach ausreichend Bewegung (gut für die Sauerstoffzufuhr und die Muskeln) und Entspannung (man denke an Entspannungsübungen wie Yoga), tägliche Meditation darf man nicht unterschätzen.

Des Weiteren trägt es viel zum Gedächtniserfolg bei, wenn man sein Gehirn nicht permanent durch Multitasking überfordert. Fast immer setzt man sich mit einer Aufgabe viel effektiver auseinander, wenn man sich auf lediglich eine Tätigkeit fokussiert. Das gilt auch für die Nutzung von Medien. Also im Zweifelsfall immer nur ein Gerät in der aktiven Nutzung haben.
Außerdem erinnert man sich ohne Stress und Ablenkungen meistens deutlich besser. Das richtige Umfeld und die entsprechende Situation sind für die Erinnerungsleistung unter Umständen somit genauso wesentlich wie die anderen Faktoren.

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