Welche Spiele sind gut bei Demenz?

Wie kann man einem Demenzkranken eine Freude machen?

Welche Spiele sind gut bei Demenz?
Welche Spiele sind gut bei Demenz?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um demente Menschen zu erfreuen. Welche Spiele sind gut bei Demenz? Verraten wir ihnen in unserem Artikel über Demenzkranke.
Ein wichtiger Punkt besteht darin, ihnen etwas mitzubringen, woran sie schon immer Spaß hatten. Dabei kann es sich sowohl um Lebensmittel als auch Gegenstände handeln, die sie noch benutzen können. Eine andere Option ist es, mit ihnen etwas zu unternehmen, was ihnen Freude bereitet. Dazu zählen unter anderem ein Ausflug an ganz bestimmte Orte oder der Kontakt zu anderen Menschen oder Tieren. Aber auch das Musik-Hören, das aktive Musizieren oder das Ausüben eines Sporttrainings kann eine geeignete Idee darstellen.

In jedem Fall ist es wesentlich, so individuell wie machbar auf die einzelne Person und ihre Persönlichkeit einzugehen. Die Auseinandersetzung mit dem Gegenstand / Tier beziehungsweise das Ausüben der Tätigkeit darf zudem ruhig eine gewisse Herausforderung darstellen. Sie muss jedoch an den psychischen und physischen Zustand des erkrankten Menschen angepasst sein. Auch sollte sie nicht in Stress und Überforderung ausarten.

Worüber redet man mit Demenzkranken?

Die individuelle Persönlichkeit eines Menschen geht im Zuge seiner Demenzerkrankung nicht unbedingt verloren. Im Gegenteil – häufig treten bestimmte Facetten sogar noch ausgeprägter heraus. Umso wichtiger ist es, dass sich die Beschäftigungsmöglichkeiten und potenziellen Gesprächsthemen an den Interessen der beziehungsweise des Betroffenen orientieren.

Dabei ist zu beachten, dass das Kurzzeitgedächtnis in der großen Mehrheit der Fälle schneller als das Langzeitgedächtnis verloren geht. In der Konsequenz kann man mit dementen Personen oftmals noch gut über ihre Kindheit, ihre Jugendjahre und das junge bis mittlere Erwachsenenalter sprechen. Denkbare Fragen dabei sind unter anderem: Was hat sie bewegt, was hat sie interessiert? Mochten sie ihren Beruf? Für welche Formen des kulturellen Lebens haben sie sich begeistert?
Speziell bei Musik und Literatur handelt es sich oftmals um sehr emotional und nicht selten positiv besetzte Felder. Es bietet sich somit an, etwas gemeinsam zu lesen, zusammen zu singen oder sogar zu musizieren. Dabei entsteht das gute Gefühl, sich an etwas zu erinnern und das Gedächtnis wird quasi nebenher trainiert.

Wie kann man sich mit Demenzkranken beschäftigen?

Wie schon thematisiert, können Demente in Abgängigkeit von ihrer körperlichen Fitness oft noch sehr gut an bestimmten Alltagstätigkeiten teilnehmen.
Dies funktioniert besonders gut, wenn sie sich körperlich nicht über Gebühr anstrengen. Dennoch ist es vorteilhaft, wenn sie aber gewisse Fingerfertigkeit an den Tag legen sollen und können. Dazu zählen unter anderem das Ausüben von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie das Gemüseschälen, Tischdecken sowie das Blumengießen oder -umtopfen. Bewegung überhaupt ist eine sehr gute Idee. Immerhin sorgt sie für eine gute Durchblutung des Gehirns und das Aufrechterhalten der Muskulatur und Beweglichkeit. In dieser Hinsicht sind Spaziergänge, aber auch das gemeinsame Einkaufen oder Ball- beziehungs-weise Luftballonspiele sowie (Sitz-) Gymnastik empfehlenswert. Zudem sagen das Malen von Bildern, Puzzeln, Biografie-Arbeiten, Gedächtnistrainings oder die Beschäftigung mit Musik und Literatur vielen dementen Personen sehr zu.
Entscheidend ist immer, dass

  • die Abwechslung stimmt,
  • eine gewisse, sicherheitsspendende Routine erkennbar ist,
  • die Beschäftigung den Betroffenen Spaß macht, weil sie ihnen sinnvoll erscheint und
  • sie möglichst viele verschiedene Sinne anregt.

Welche Spiele eignen sich für Menschen mit Demenz?

Am besten eignen sich Spiele, die positive Emotionen wecken, das Gedächtnis trainieren und die motorischen Fähigkeiten unterstützen. Wesentlich beim Spielen ist, dass kein Stress durch Leistungsdruck – beispielsweise durch das Einhalten der korrekten Spielregeln – entsteht. Eine Abwandlung, die das Gefühl der Sicherheit und der ausreichenden Zeit vermittelt, ist immer besser.
Mit Freude gespielt werden meist die Spiele, die die dementen Personen schon seit längerer Zeit kennen und schätzen. Hier finden sie welche Spiele sind gut für Demenz.

Dazu gehören Klassiker wie:

  • Mensch-ärgere-Dich-nicht,
  • Würfelspiele wie Kniffel,
  • Memories oder
  • Puzzles.

Darüber hinaus sind in den letzten Jahrzehnten und Jahren spezielle Spiele wie ‚Vertellekes‘ entwickelt worden. Diese richten sich gezielt an Menschen mit Demenzerkrankungen. Bei ihnen steht ebenfalls das wettbewerbsfreie ‚Nebenher-Training‘ des Gedächtnisses und der Motorik im Vordergrund. Und auch, wenn der Wunsch nach einer entsprechenden Anwendung von Tablets aufkommen sollte, ist durch die passgenaue technische und inhaltliche Weiterentwicklung ebenfalls gesorgt.

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